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1 Oktober 2020 / Lesezeit: 3 minuten

Vielfalt im Gemüseregal

Werde ein Brokkoli-Retter!

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Bild: Kultursaat e.V.

Bild: Kultursaat e.V.

Viele Obst- und Gemüsesorten sind bedroht oder bereits ausgestorben. Die ökologische Züchtung will hier gegensteuern und setzt sich für eine Rückkehr der Vielfalt im Gemüseregal ein. Eine Erfolgsgeschichte: die Brokkoli-Neuzüchtung „Rasmus“, denn dieser gehört zu den ersten Brokkoli-Sorten aus Ökozüchtung im Markt.

Rasmus steht für Viefalt

Brokkoli sehen alle gleich aus! Nicht so Rasmus. Dieser fasziniert immer wieder aufs Neue. Seine Farbe und Form kann variieren: Kein Rasmus gleicht dem anderen. Das liegt daran, dass Rasmus kein sogenannter Hybrid, sondern eine Sorte aus Öko-Züchtung ist, die vom Landwirt selbst nachgebaut werden kann. Und genau diese Sorten gilt es zu retten. Ansonsten haben wir bald keine Vielfalt mehr auf dem Teller. Die Sortenvielfalt unseres Gemüses musste längst der industrialisierten Landwirtschaft weichen. Gezüchtet wird nur noch, was viel Ertrag bringt. F1- und CMS-Hybride mit gleichförmigen Äußeren liefern hohe Erträge bei gleichbleibender Qualität. Wenige Sorten wachsen auf immer größeren Feldern. Mit der ursprünglichen Vielfalt der Obst- und Gemüsesorten hat das nichts mehr zu tun.

„Rasmus“ ist eine Brokkoli-Sorte aus Ökozüchtung, die vom Landwirt selbst nachgebaut werden kann und keine Chemie braucht, um gut zu wachsen. Form und Farbe können variieren. Sorten wie Rasmus gilt es zu retten, damit die die Vielfalt ins Gemüseregal zurückkehrt.
Bild: Kultursaat e.V.

75 Prozent der Sortenvielfalt ist bereits für immer verloren

Der Welternährungsorganisation FAO zufolge gingen in den letzten 100 Jahren rund 75 Prozent der noch 1900 verfügbaren Sortenvielfalt unwiederbringlich verloren. In Deutschland und Europa haben Hybridsorten bei vielen Obst- und Gemüsesorten einen Marktanteil von über 90 Prozent – zum Beispiel bei Mais, Zuckerrüben, Tomaten, Zwiebeln und verschiedenen Kohlsorten. Hybride entstehen durch Verwendung möglichst unterschiedlicher Elternlinien. Indem über Jahre hinweg immer wieder bestimmte Eigenschaften wie Größe, Form, Farbe oder Widerstandsfähigkeit als Maßstab für Kreuzungen dienen, wachsen Hochleistungspflanzen unter Einfluss von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln mit hohem Ertrag heran. Die positiven Eigenschaften gelten allerdings nur für die Erstaussaat, meist geht der Ertrag schon in der nächsten Generation deutlich zurück. Damit lassen sich Hybridpflanzen nicht „nachbauen“ und bilden eine genetische Sackgasse. Für die Landwirte bedeutet das eine immense Abhängigkeit von großen Agrar-Konzernen, denen sie Jahr für Jahr immer wieder Saatgut abkaufen müssen. Es gibt kaum noch Sorten, die sie selbst weitervermehren können.

Ökologische Züchtung bietet Antworten auf den Klimawandel

Die ökologische Züchtung möchte die Sortenvielfalt wiederherstellen. Sie hilft auch, anpassungsfähige Sorten zu finden, die bestmöglich mit unterschiedlichen Standortbedingungen und dem Klimawandel zurechtkommen. In der ökologischen Landwirtschaft werden keine Gentechnik, chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel oder künstliche Mineraldünger eingesetzt. Pflanzen wie der Brokkoli Rasmus müssen sich selbst gegen Parasiten, Krankheiten oder konkurrierendes Beikraut wehren können. Durch stärker ausgeprägtes Blattwerk, das den Boden bedeckt, kann er sich zum Beispiel gegen aufkeimendes Beikraut durchsetzen, indem er den anderen Pflanzen das Licht nimmt. In der konventionellen Landwirtschaft kann das Beikraut nur mit Herbiziden eingedämmt werden.

Probieren Sie Rasmus

Gehören Sie zu den Ersten, die den vollen Geschmack von Rasmus erleben. denn’s Biomarkt und BioMarkt testen die neue Sorte aus Ökozüchtung und bringen so mehr Vielfalt ins Gemüseregal. Neben seinem herausragenden Geschmack zeichnet sich Rasmus durch seine gute Bekömmlichkeit und seine hohe Ernährungsqualität aus. Sein Strunk sollte übrigens unbedingt mit auf den Teller, denn dieser ist mild aromatisch und voller guter Nährstoffe.

An der Kasse aufrunden und Retter werden

Sie wollen mit uns den Brokkoli und viele andere Obst- und Gemüsesorten retten? Setzen Sie sich mit uns für die Ökozüchtung ein! Sagen Sie jetzt „Aufrunden, bitte“ an der Kasse und spenden Sie so für unsere Initiative „Kernkraft? Ja, bitte! Wir essen, was wir säen.“ Das gesammelte Geld fließt zu 100% in ökologische Züchtungsprojekte. Jeder Cent zählt!

Über denn’s Biomarkt und BioMarkt

denn’s Biomarkt ist ein Bio-Fachmarkt mit Vollsortiment für den täglichen Bedarf. Der hohe Anteil an Produkten, die nach den strengen Kriterien der Bio-Anbauverbände hergestellt werden, zeichnet denn’s aus. Kunden genießen ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und einen entspannten, nachhaltigen Einkauf mit ökologisch sinnvoller Ausrichtung.
Seit 2008 vereinen rund 240 selbständige Biomärkte und denn’s Biomarkt die Interessen von landwirtschaftlichen Erzeugern, Herstellern und Bio-Konsumenten unter dem Dach der BioMarkt Verbundgruppe als Fachmarkt vor Ort. Gemeinsam riefen sie die Initiative „Kernkraft? Ja, bitte!“ mit dem Ziel ins Leben, Biodiversität, Gentechnikfreiheit und Nachbaufähigkeit des Saatguts über Ökozüchtung zu fördern.

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