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18 November 2021 / Lesezeit: 3 minuten

SONNENTOR

Wie passen Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg zusammen?

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Bild: SONNENTOR

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Nachhaltigkeit + wirtschaftlicher Erfolg? Beim Kräuterexperten SONNENTOR geht die Rechnung auf. Messbar ist das dank der Gemeinwohl-Bilanz.

1988 gegründet, hat sich das Unternehmen mit inzwischen 360 Mitarbeitenden in Österreich und Deutschland in den letzten drei Jahrzehnten zu einem Vorbild für andere in der Branche entwickelt, denn SONNENTOR setzt auf Gemeinwohl und macht dabei noch gutes Geld. „In unserem Wirtschaftssystem streben stets alle nach schwarzen Zahlen. Sie verlieren dabei aber aus den Augen, dass die Finanz-Bilanz nur die Betriebswirtschaft abbildet und nicht die Auswirkungen“, erklärt SONNENTOR Gründer Johannes Gutmann und ergänzt: „deshalb geht’s bei uns um grüne Zahlen statt schwarze.“

Gewinne werden wieder investiert

Die Andersmacher aus Österreich haben sich nicht dem Aktienmarkt verpflichtet, sondern der Gesellschaft. So bleiben sie unabhängig und können in ihrem eigenen Tempo wachsen. Die Gewinne werden in das Unternehmen, die Region, nachhaltige Projekte und ein sinnvolles Miteinander eingezahlt – das zahlt sich für alle aus. Ein Teil der Investitionen wird zur Optimierung der ökologischen Auswirkungen verwendet, wie etwa für den Ausbau der Photovoltaik-Anlagen. Deshalb produziert SONNENTOR bereits ein Drittel des Stroms selbst. Das ist aber jedenfalls auch den treuen Fans zu verdanken, viele von ihnen haben die Ausbaupläne und das damit verbundene Crowd-Sunding Projekt unterstützt. So sind sie Teil der nachhaltigen Zukunftsgestaltung.

Gründer Johannes Gutmann und Geschäftsführerin Manuela Raidl-Zeller: Die Gemeinwohlbilanz von SONNENTOR macht Nachhaltigkeit dank klarer Kriterien tatsächlich messbar. Zuletzt konnte SONNENTOR 743 von 1000 Punkten erreichen.
Bild: SONNENTOR

Messbare Nachhaltigkeit

Ob das Engagement des Kräuterexperten auch tatsächlich Früchte trägt, zeigt die Gemeinwohlbilanz. Dank klaren Kriterien macht sie Nachhaltigkeit tatsächlich messbar. Ob Beziehungen zu Lieferantinnen und Lieferanten, das Wohlbefinden der Mitarbeitenden oder die Auswirkungen der Produkte auf Gesellschaft und Umwelt – all das wird bei einem Audit durch ein externes Experten-Team genau unter die Lupe genommen und in der Bilanz beurteilt. Auf diese Weise wird festgestellt, wo es noch Entwicklungsbedarf gibt. „Außerdem werden auch die Talente eines Unternehmens abgebildet – das gefällt mir besonders gut“, erklärt Gutmann und ergänzt: „Am Ende zeigt das Ergebnis, wie sehr das Engagement des Unternehmens zum Gemeinwohl beiträgt. Ziel ist ein gutes Leben für alle im Einklang mit der Natur: von der Kräuter-Bäuerin über den Schätze-Veredler in der Produktion bis hin zu unseren Fans.“

Zuletzt konnte SONNENTOR 743 von 1000 Punkten erreichen. Würden die Andersmacher sich lediglich an die gesetzlichen Standards halten, wäre das Ergebnis wahrscheinlich 0. „Ein Glück, dass wir nicht darauf warten, dass uns jemand sagt, was gut und richtig ist, da gehen wir lieber selbst als Vorreiter den Gemeinwohl-Weg“, betont Gutmann. Das aktuelle Ergebnis gibt’s im aktuellen Gemeinwohl-Bericht und online zum Nachlesen.

Pläne für die Zukunft

„Das Schöne an der Gemeinwohl-Ökonomie ist, dass sie uns immer aufzeigt, in welchen Bereichen wir noch Potenziale haben“, erklärt Geschäftsführerin Manuela Raidl-Zeller und ergänzt: „So binden wir mit einem Community Projekt unsere Fans noch stärker in unsere Produktentwicklung ein und setzen uns mit der #EsGehtAuchAnders-Kampagne auch in den kommenden beiden Jahren für die biologische Landwirtschaft und eine enkeltaugliche Umwelt ein.“ Auch Investitionen in die Region sind für SONNENTOR besonders wichtig. So wurde in diesem Jahr das Erlebnisangebot mit dem Wald-Reich erweitert. Mit den Stadt-Lofts soll bald eine nachhaltige Übernachtungsmöglichkeit in Zwettl (Niederösterreich) folgen. Und am Standort, da wächst auch was Neues. Gerade wird an einem neuen Öko-Logistikzentrum gearbeitet. Die erste Etappe – ein Hochregallager, das zum Großteil aus Holz besteht – wird noch diesen Winter fertiggestellt.

Kein Platz für Greenwashing

„Bei vielen Nachhaltigkeitsberichten ist das Papier mehr wert als deren Inhalt. Für so ein Greenwashing lässt der Gemeinwohl-Bericht keinen Platz. Im Gegenteil, die Transparenz hilft, das Unternehmen zu stärken und macht es resilient – also widerstandsfähig“, erklärt Gutmann und betont weiter: „In unserem Wirtschaftssystem streben alle nach den besten schwarzen Zahlen. Sie verlieren dabei aber aus den Augen, dass die Finanzbilanz nur die Betriebswirtschaft abbildet und nicht die Auswirkungen. Deshalb ist für uns die Gemeinwohl-Ökonomie wegweisend. Mehr Infos gibt’s im SONNENTOR SINN-ternet.

Über SONNENTOR

SONNENTOR wurde 1988 gegründet und gilt seit über 30 Jahren als Pionier der Bio-Branche. Vor allem die bunten Produktinnovationen im Tee- und Gewürzsortiment haben das Waldviertler Unternehmen international bekannt gemacht. Fans schätzen zudem das ökologische Engagement. Mit Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen, Produkten ohne Palmöl, CO₂-neutralem Wirtschaften und direktem Handel mit Bio-Bäuerinnen und -Bauern weltweit, zeigt der Kräuterspezialist: Es geht auch anders! Das Unternehmen mit Sitz in Sprögnitz bei Zwettl hat 360 Mitarbeitende in Österreich und Deutschland sowie 160 in Tschechien.