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4 December 2017 / Lesezeit: 2 minuten

Elektromobilität

Das Erfolgsmodell Streetscooter

Der Streetscooter spart Klimagase und Wartungskosten ein

Titelbild: Deutsche Post DHL Group, Expo Fortschrittsmotor Klimaschutz GmbH

Titelbild: Deutsche Post DHL Group, Expo Fortschrittsmotor Klimaschutz GmbH

Die DHL schreibt gerade an einer Erfolgsgeschichte: dem Streetscooter. Nun zieht der Konzern eine Bilanz der ersten vier Jahre und berichtet über Einsparungen im Bereich Treibhausgase und Wartungskosten

Der Ruf der DHL-Paketboten ist mehr als dürftig. Dazu braucht man nur einmal im Freundeskreis nachfragen. Nicht geklingelt, einfach nur ins Treppenhaus gestellt oder gar nicht erst abgeliefert. Dabei sind die Paketauslieferer auch Teil einer großen Erfolgsgeschichte für die Deutsche Post DHL Group. Denn sie sitzen seit 2013 in den Elektrotransportern von DHL, den sogenannten Streetscootern.

Streetscooter fahren jetzt nicht nur bei DHL

Der Streetscooter wurde ab 2010 an der RTWH Aachen entwickelt, ehe das dort eigens dafür gegründete Unternehmen im Jahr 2014 von der Deutschen Post AG übernommen wurde. Der Grund: Der ehemalige Staatskonzern war auf der Suche nach elektrobetriebenen Fahrzeugen nicht wirklich fündig geworden und beschloss nach einem Testlauf 2013 in Bonn, selbst in die Transporter-Produktion einzusteigen. Zu erfolgsversprechend fanden die Post-Manager das Konzept aus der Wissenschaft. Genauso wie die aus anderen Konzernen.

Denn mittlerweile verkauft der Konzern seine Elektrotransporter in verschiedenen Größen und Aufbauten auch an externe Kunden und etablierte sich so in kurzer Zeit als Kraftfahrzeug-Produzent. Dies gilt jedoch nur für die kleineren Varianten. Für größere Transporter baut die Post seit dem Sommer 2017 gemeinsam mit dem Autobauer Ford eine elektrifizierte Version des Ford Transit.

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Nach den ersten vier Jahren hat die Deutsche Post DHL Group eine erste Bilanz gezogen. 13,5 Millionen Kilometer im reinen Stadtverkehr stehen bei den insgesamt 5000 eingesetzten Streetscootern auf den Kilometerzählern. Im Vergleich zu Transportern mit Verbrennungsmotoren zählt die Deutsche Post über 16.000 Tonnen eingespartes CO2. Dies ist natürlich nur möglich, wenn die Transporter mit Energie aus klimaneutralen Quellen geladen werden. Nach Angaben der Deutschen Post erfolgt dies mit zertifiziertem Ökostrom an Ladestationen auf den jeweiligen Betriebsgeländen.

Aber nicht nur beim Klimaschutz sieht der Konzern seine Erwartungen erfüllt. Auch die bereits vorher angepeilten Einsparungen im Bereich Wartung und Verschleiß erwiesen sich als korrekt. Zwischen 60 und 80 Prozent geringere Kosten in diesem Bereich verzeichnete die Deutsche Post seit Einsatzbeginn. Ein wichtiges Argument im hartem Dauereinsatz im täglichen Stop-and-go-Verkehr. Denn schließlich kann auch einmal ein defektes Fahrzeug daran Schuldsein, wenn der DHL-Bote einmal nicht klingelt.