Startseite/Wirtschaft/Nachhaltige Produktion
5 Juli 2022 / Lesezeit: 3 minuten

Nettonull CO2-Emissionen

Gemeinsam grüner

Anzeige

Foto: Deutsche Telekom AG / Getty Images / RapidEye; Bearbeitung: Henning Müller

Foto: Deutsche Telekom AG / Getty Images / RapidEye; Bearbeitung: Henning Müller

Ganzheitlich klimaneutral ab 2040: Die Deutsche Telekom hat sich ein ambitioniertes Klimaziel gesetzt. Um es zu erreichen, muss das Unternehmen über die eigenen Grenzen hinaus Zulieferer und Geschäftspartner ins Boot holen. Denn eine klimafreundliche Wertschöpfungskette funktioniert nur gemeinsam.

Smartphones, Tablets oder Router: Globalisierung zum Anfassen. In jedem dieser Geräte stecken Materialien aus vielen Regionen der Erde, eine ausgeklügelte globale Logistik sorgt dafür, dass aus Ressourcen und Einzelteilen ein Hightech-Gerät wird. Der Bio-Apfel aus der Region hat nur einen kurzen Weg vom Baum zu den Kund*innen. Hinter Geräten für die digitale Telekommunikation und Netzwerktechnik steckt eine komplexe Kette mit vielen beteiligten Akteuren.

Der regionale Bio-Apfel ist bereits Standard, hier sorgt der Bauer dafür, dass seine Ernte ökologischen Ansprüchen entspricht. Bei der Deutschen Telekom ist es deutlich komplizierter. Als großes technisches Unternehmen ist sie Arbeitgeber, Einkäufer, Verkäufer, Entwickler und sozialer Player. Was die Nachhaltigkeit betrifft, laufen bei der Telekom viele Fäden zusammen. Daraus ergibt sich die Verantwortung, federführend Strategien umzusetzen – mit dem Ziel, die CO2-Emissionen auf Nettonull zu bringen. Und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Ziel bis 2040: Net Zero

Auf dem Weg zur grünen Null im eigenen Haus ist die Telekom schon weit gekommen: Mit Maßnahmen zur Energieeffizienz und dem Bezug von grünem Strom weltweit hat die Telekom allein 2021 rund 2,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (CO2e) eingespart. Zum Vergleich: Der innerdeutsche Flugverkehr verursacht rund zwei Millionen Tonnen CO2e. Bis 2025 will das Unternehmen im eigenen Haus komplett klimaneutral sein. Und bis spätestens 2040 hat die Telekom dieses Ziel auch für die gesamte Wertschöpfungskette ausgerufen. Net Zero heißt der Begriff dafür: netto Null bei allen Emissionen. Dafür muss die Telekom jedoch den direkten eigenen Einflussbereich verlassen. Denn je klimafreundlicher der Konzern im eigenen Betrieb wird, umso stärker fallen für den gesamten CO2-Fußabdruck die Emissionen ins Gewicht, die bei der Herstellung der Produkte durch die Lieferanten („Upstream“ bezeichnet) entstehen, sowie dann, wenn die Kund*innen sie nutzen („Downstream“). Da die Telekom die Emissionen im eigenen Betrieb bereits massiv reduziert hat, liegt der Anteil dieser vor- und nachgelagerten Emissionen inzwischen bei mehr als 98 Prozent des gesamten CO2-Fußabdrucks.

Nachhaltigkeit im Einkauf

Doch wie senkt man Emissionen, die in anderen Unternehmen anfallen? Durch Zusammenarbeit – und gezielten Einkauf. Private Konsument*innen können bei Kaufentscheidungen Bio-Produkte bevorzugen. Die Telekom hat für ihre Einkäufer
ebenfalls klare Kriterien entwickelt, mit denen sich die Nachhaltigkeitsperformances von Lieferanten bewerten lassen: Wie hoch ist deren CO2-Fußabdruck, wie nachhaltig sind die Verpackungen, welche Emissionen fallen bei der Logistik an? Die Ergebnisse der Prüfungen haben Einfluss auf künftige Geschäftsbeziehungen. Gibt es Optimierungsbedarf, werden gemeinsam Lösungen erarbeitet. Lässt sich beim Lieferanten nicht genügend Willen zu Verbesserungen erkennen, kann die Partnerschaft an dieser Stelle enden. Die Deutsche Telekom macht so klar: Greenwashing wird nicht akzeptiert, wirksame Maßnahmen zählen. „Die Daten sind eindeutig: Wir befinden uns in einer für das Weltklima entscheidenden Dekade“, sagt Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. „Eine zukunftsfähige Wirtschaft muss sich die grüne Null als Ziel setzen.“

Newsletter-Banner-4

Wie ein solcher Schulterschluss fürs Klima über Unternehmensgrenzen hinweg funktionieren kann, darum ging es beim „DT Partner Summit for Green Future“, zu dem die Deutsche Telekom am 28. April 2022 neben Expert*innen aus dem Unternehmen eine Vielzahl an Partnern einlud, vor Ort ebenso wie virtuell. Im Mittelpunkt der Panel-Diskussionen stand die Frage, an welchen Stellen sich Emissionen konkret verringern lassen. Die digitalen Netzwerke sind hier beides, Lösung und Problem: Während der Datenfluss einerseits dabei hilft, Schwachstellen zu finden und Maßnahmen zu bewerten, benötigen die Netzwerke andererseits gigantische Mengen an Energie. „Der Energiebedarf der Networks ist weltweit eineinhalbmal so groß wie derjenige von Datencentern“, sagte Jeni Panhorst, VP/GM, Network & Edge Platforms Division von Intel. „Um das Klimaziel zu erreichen, müssen wir unseren CO2-Fußabdruck verkleinern, und innerhalb des Mobilfunknetzes erfordert dies eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen. Dieses massive Problem ist nur gemeinsam anzugehen.“

Ende April lud die Deutsche Telekom zahlreiche Partnerunternehmen und Lieferanten zum „DT Partner Summit for Green Future“ nach Bonn ein. (Foto: Deutsche Telekom AG)

Lösungen mit Impact

Um Best-Practice-Beispiele auszuzeichnen, verlieh die Deutsche Telekom Awards an Partnerunternehmen, die beim Thema Klimaschutz außerordentlich voranschreiten. Einen Preis erhielt Infinera, das erfolgreich offene Network-Architekturen entwickelt, die deutlich weniger Energie benötigen. Ebenfalls mit einem Award ausgezeichnet wurden der Software-Provider Salesforce mit seiner überzeugenden ganzheitlichen Klimaschutz-Strategie sowie der Mobilfunknetz-Ausrüster Ericsson, der sich wie die Telekom das Ziel gesetzt hat, bis 2040 „Net Zero“ zu erreichen.

Ein Umschlag blieb leer – und zwar derjenige mit dem Gewinner in der Kategorie nachgelagerter Emissionen. „Laut Jury gab es hier einige gute Ansätze, aber keiner von ihnen hat die Reife gezeigt, die ein Gewinner benötigt“, erklärte Claudia Nemat, Mitglied des Vorstands der Deutschen Telekom und dort verantwortlich für Technologie und Innovation. „Bei den ‚Downstream‘-Emissionen etwas zu erreichen, bedeutet harte Arbeit“, das hätten die Diskussionen des Tages gezeigt. Dass der Award in diesem Jahr im Schrank bleibt, versteht Claudia Nemat als Motivation: „Lassen Sie uns noch härter daran arbeiten, Innovationen zu entwickeln, die dafür sorgen, dass Netzwerke auch bei der Nutzung weniger Energie benötigen.“ Gelingt das, gibt es im nächsten Jahr auch hier einen Award.

Weitere Informationen über die Initiativen und Projekte der Deutschen Telekom AG können im aktuellen CR-Bericht nachgelesen werden. Interessantes rund um die Themen Verantwortung und Nachhaltigkeit findet sich auch in We Care, dem Magazin der Deutschen Telekom.

Perspektiven

perspektiven ist ein Produkt unserer Content-Marketing-Redaktion – und eine der Möglichkeiten, über die wir uns finanzieren