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2 Dezember 2020 / Lesezeit: 2 minuten

Gremium „Ocean Panel“

14 Küstenländer verpflichten sich zum Schutz der Meere

Blick auf die ruhige Nordsee am Hellestøstrand in Norwegen. Die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg hat sich zum Schutz ihrer nationalen Gewässer verpflichtet.

Bild: Unsplash / Nathan Van de Graaf

Bild: Unsplash / Nathan Van de Graaf

Die Überfischung, Plastikverschmutzung und globale Erhitzung bringt unsere marinen Ökosysteme – die Lunge der Erde – aus dem Gleichgewicht. 14 Küstenländer reagieren jetzt mit einem Aktionsplan.

Die Regierungschef*innen von 14 Ländern in aller Welt haben sich verpflichtet, ihre nationalen Gewässer nachhaltig zu bewirtschaften. Die Mitglieder des sogenannten Ocean Panel – einem Gremium für eine nachhaltige Meereswirtschaft – stellten einen entsprechenden Aktionsplan vor, der bis 2025 in Gang gebracht werden soll. Ziel sei es, bis 2030 30 Prozent der Meere unter Schutz zu stellen. Andere Länder sollten sich ihnen anschließen.

Die am Ocean Panel beteiligten Länder Australien, Kanada, Chile, Fidschi, Ghana, Indonesien, Jamaika, Japan, Kenia, Mexiko, Namibia, Norwegen, Palau und Portugal verfügen zusammen über ein Gewässerareal von mehr als 30 Millionen Quadratkilometer – ein Gebiet von der Größe Afrikas.

„Zu lange haben wir eine falsche Wahl zwischen Meeresschutz und Produktion getroffen“, sagte Erna Solberg, Norwegens Ministerpräsidentin und Co-Vorsitzende des Ocean Panel. Die Meere seien durch den Klimawandel, Verschmutzung, illegale Fischerei und den Verlust der biologischen Vielfalt bedroht.

Nachhaltige Meereswirtschaft

Eine nachhaltige Meereswirtschaft bedeutet, die marine Artenvielfalt zu schützen – und damit unsere Lebensgrundlage. Nicht nur stellt Fisch für viele Küstenbewohner*innen die Hauptproteinquelle dar, sondern produzieren Meerespflanzen mehr als die Hälfte des Sauerstoffs, den wir atmen. Geraten die marinen Ökosysteme aus dem Gleichgewicht, erhitzt sich die Erde noch schneller.

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So könnte eine schonende Nutzung der Meere dazu beitragen, den weltweiten Bedarf an Nahrungsmitteln, Energie und Transport zu decken und gleichzeitig bis 2050 für 21 Prozent der notwendigen jährlichen Reduzierung der Treibhausgasemissionen sorgen, um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

„Die Covid-19-Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, auf die Wissenschaft zu hören“, sagte Tommy Remengesau, Präsident des Inselstaates Palau und ebenfalls Co-Vorsitzender des Gremiums. „Wir müssen uns nicht zwischen Meeresschutz und Produktion entscheiden. Wir können beides haben (…), wenn wir unsere Auswirkungen auf die Meere richtig steuern.“ Bis 2030 sollen etwa Containerschiffe emissionsfrei fahren, sollen sich alle Fischbestände erholt haben und illegale Fischerei unterbunden sein. Investitionen in ozean-basierte, erneuerbare Energiequellen, darunter Wind-, Wellen-, Gezeiten- und Solartechnologie, sollen dazu führen, dass die Ozeane zum weltweit wichtigsten Energieversorger werden.

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