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17 September 2016 / Lesezeit: 2 minuten

Meeresschutz

Korallen aus dem 3D-Drucker

Künstliche Korallenriffe sollen helfen, das Gleichgewicht in den Ozeanen aufrecht zu erhalten

Titelbild: French Frigate Shoals Reefscape

Titelbild: French Frigate Shoals Reefscape

Auf dem karibischen Inselparadies Bonaire startet ein ganz besonderes Projekt: Es soll Lebensräume für Meeresbewohner schaffen und sie so vor dem Aussterben bewahren

Wer schon einmal in ihnen geschnorchelt und sogar getaucht ist, den lässt ihr Anblick nicht mehr los. Korallenriffe gehören zu den fanszinierendsten Lebensräumen in unseren Meeren. Rund ein Viertel der Meeressflora und -fauna leben in diesen Ökosystemen, von denen das Great Barrea Reef vor Australien das wohl bekannsteste ist.

Doch im Zuge der globalen Erwärmung sterben immer mehr Korallenarten ab. Denn die Unterwasserstrukturen bestehen nämlich aus kleinen, temperaturempfindlichen Tierchen, Nesseltiere um genau zu sein, die in über viele Tausende von Jahren durch die Einlagerung von Calciumcarbonat eingelagert die typischen Strukturen geschaffen haben. Doch es gibt Ansätze, dieses Absterben zu verhindern – mit Hilfe von 3D-Druckern.

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Diese rücken bei vielen sozialen und ökologischen Lösungen aktueller Herausvorderungen immer mehr in den Fokus. Viele Dinge lassen sich bereits mit einem 3D-Drucker herstellen: Prothesen, Fahrzeuge und sogar Essen und ganze Dörfer.

Künstliche Korallen aus dem 3D-Drucker

Nun sollen auf der Karibikinsel Bonaire 3D-Drucker künstliche Korallen entstehen lassen. Initiatoren des Projektes sind der ortsansässige Beach Club und Fabien Cousteau – Enkel des legendären Meeresforsches Jean-Jacques Cousteau. Ihr Anliegen ist es, Korallenriffe künstlich herzustellen und so den Meeresbewohnern neuen Lebensraum bieten zu können.

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Das Video „Could 3D printing save our reefs“ zeigt wie das Ganze funktioniert: Der 3D-Drucker ermöglicht es, eine Vielzahl an organischen Formen digital zu kreieren. Als Material kommen dabei Sand und Kalkstein zum Einsatz. Diese Materialien sind nicht nur natürlich, sondern können mit organischen Chemikalien bearbeitet werden, sodass mehr Algen und Tiere wie Krabben und Anemonen angezogen werden.

Für die Zukunft ist geplant, einen Roboter zu entwerfen, der unter Wasser Korallenriffe erzeugt. Der Antrieb ist völlig nachhaltig: So soll der Roboter ausschließlich Treibstoff aus recyceltem Plastik verwenden, das im Meer schwimmt.