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28 November 2016 / Lesezeit: 2 minuten

Für ein besseres Raumklima

Diese Pflanzen sorgen für gute Luft

Die Nasa kennt die besten Zimmerpflanzen für ein gutes Raumklima

Titelbild: Benjamin Combs/Unsplash

Titelbild: Benjamin Combs/Unsplash

Das Klima in unseren Häusern ist vergiftet – wortwörtlich. Denn immer mehr Stoffe, Chemikalien und Substanzen reichern sich in der Luft unserer Wohnungen an. Zum Glück gibt es aber die Nasa: Denn die kennt schon seit Jahren eine simple Lösung

Was hat uns die Raumfahrt nicht schon für Erfindungen beschert: da stehen auf der einen Seite wegweisende Technologien, zum Beispiel bei Antriebstechniken und Leichtbausweisen. Auf der anderen Seite so etwas wie Astronautennahrung, Memory Foam oder der schnurlose Handstaubsauger – oder verbesserte Zimmerpflanzen.

Letzteres ist zurückzuführen auf eine Studie, die 1989 veröffentlicht wurde. Darin stellten sich die Forscher der Nasa folgende Frage: Wie gut sind Zimmerpflanzen geeignet, Luftverschmutzung in Räumen zu reduzieren?

Luftverschmutzung ist nämlich nicht nur draußen ein Thema, sondern auch in unseren Häusern und Wohnungen. Vor allem durch Energiesparmaßnahmen wie verstärkte Dämmung änderte sich vor einigen Jahrzehnten das Raumklima in Gebäuden maßgeblich. Es gelangt weniger Frischluft in die Wohnungen – wodurch sich alle möglichen Stoffe in der Luft anreichern. Hinzu kommen immer mehr Elektrogeräte und Kunststoffe, die überall verbaut sind – und teils gefährliche Chemikalien freisetzen. Die Folge: Schon in den 70er Jahren diagnostizierte man bei Bauarbeitern das sogenannte Sick-Building-Syndrome. Unsere Wohnungen machen uns krank.

Noch kritischer wird dieses Problem natürlich in einem Raumschiff, wo es überhaupt keine „Frischluft“ gibt. Die Frage, die sich die Forscher der US-Raumfahrtbehörde stellten, war also: Wie bekommt man diese Luftverschmutzung in Räumen und Gebäuden in den Griff? Und die Nasa wäre nicht die Nasa, wenn sie dabei nicht schon an die Besiedelung neuer Planeten gedacht hätte: „Wenn der Mensch sich in geschlossenen Umgebungen begibt – egal ob auf der Erde oder im Weltraum – muss er das natürliche Lebenserhaltungssystem der Erde mitnehmen.“ Die Lösung lautet also Pflanzen.

Besseres Raumklima – dank Pflanzen und einem speziellen Versuchsaufbau

Die Wissenschaftler untersuchten verschiedene Pflanzen darauf, wie gut sie jeweils die Chemikalien Trichlorethylen, Formaldehyd und Benzol aus ihrer Umgebung filtern können. Dafür entwickelten sie eine spezielle Versuchsanordnung mit Aktivkohle, speziellem Boden und einem Ventilator.

So zeigte sich zum Beispiel, dass der Gemeine Efeu, die Friedenslilie oder bestimmte Drachenbäume zwischen 80 und 90 Prozent des Benzols aus dem  Versuchsaufbau filtern konnten – innerhalb von 24 Stunden. Die Chemikalie wird vor allem bei der Herstellung von Kunststoffen oder -fasern für Kleidung verwendet wird.

Dazu muss aber gesagt werden, dass diese Ergebnisse unter optimierten Bedingungen durchgeführt wurden und außerdem die Mikroben des Bodens einen großen Einfluss auf die Luftreinigung hatten. Im heimischen Wohnzimmer dürften die Pflanzen zwar auch ihren Dienst tun. Um die Luft wirklich vollends zu reinigen, bräuchte es aber wohl dutzende bis hunderte Töpfe voll Blumen. Wer wirklich gute Luft haben will, sollte zum Beispiel auch regelmäßig lüften. Das beugt zudem Schimmel vor.

Eine weitere Untersuchung verfeinerte die Ergebnisse der Nasa-Studie einige Jahre später. Hier wurden noch mehr Pflanzen untersucht und noch weitere Chemikalien in die Betrachtungen aufgenommen.

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Aus beiden Studien hat die Website lovethegarden.com eine schöne Übersicht zusammengestellt, welche Pflanze sich am besten für welche Chemikalien eignet. Dazu gibt es noch Erklärungen auf Englisch, was es mit den untersuchten Stoffen auf sich hat und welche Symptome sie herbeiführen können.

Aber Vorsicht: So giftig die Stoffe in der Luft sind, so giftig sind auch einige Pflanzen. Besonders Besitzer von Hunden und Katzen sollten also aufpassen, was sie sich ins Haus holen um das Klima im Haus zu verbessern.