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17 Juni 2021 / Lesezeit: 11 minuten

Tierschutz

Transkript: Good News enorm Podcast Folge 18

Gute Nachrichten aus Australien: Der Tasmanische Teufel ist zurück! Tierschutzorganisationen haben ein Wiederansiedlungsprogramm gestartet und 26 erwachsene Tiere in die Freiheit ausgesetzt.

Bild: IMAGO / Shotshop

Bild: IMAGO / Shotshop

Hier findest du eine schriftliche Fassung der Podcastfolge 17 von „Good News enorm“: Der Tasmanische Teufel kehrt 3000 Jahre, nachdem er eigentlich ausgestorben war, auf das australische Festland zurück. Außerdem geht es um Roboter-Delfine, die echte Delfine in Zoos und Aqua-Parks ersetzen und darum, wie Hunde streicheln gegen Lernstress hilft: In der heutigen Folge von „Good News enorm“ sprechen wir über gute Nachrichten zum Tierschutz und darüber wie Tiere auch uns Menschen helfen können.

Das Transkript soll den Podcast möglichst barrierefrei auch nicht-hörenden Menschen zugänglich machen. In dieser Folge sprechen unsere Good-News-Redakteurin Bianca Kriel und Astrid Ehrenhauser, Redakteurin beim enorm Magazin, über gute Nachrichten zum Tierschutz

Bianca: Hallo und herzlich willkommen zu Good News enorm – Gute Nachrichten und konstruktive Gespräche: Ein Podcast von Good News und dem enorm Magazin. Heute gibt es gute Nachrichten zum Tierschutz und wie Tiere auch uns Menschen helfen können. Aber erst einmal der Gute-Nachrichten-Überblick:

Es ist eine gute Woche für den Tierschutz. Nachdem Estland Pelztierfarmen verboten hat, folgt direkt die nächste gute Nachricht. Israel will als erstes Land der Welt den Handel mit Pelzen in der Mode verbieten. In sechs Monaten soll die neue Regelung in Kraft treten.

Seit 2017 gibt es in Barcelona ein einzigartiges Projekt, das gegen illegalen Straßenhandel vorgeht. Die Kooperative „Diomcoop“. Das Projekt bietet ehemaligen Straßenverkäufer:innen feste Jobs und somit eine vorläufige Aufenthaltserlaubnis. Das Ziel: Integration statt Verdrängung.

El Salvador will als erstes Land Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einführen. Das Problem: Die globale Bitcoin-Industrie stößt jährlich um die 60 Millionen Tonnen CO₂ aus. Doch El Salvador will das ändern und plant, erneuerbare und saubere Energie aus Vulkanen zu gewinnen.

Eine Gruppe von Millionär:innen aus Deutschland und Österreich hat in einem offenen Brief gefordert, endlich mehr besteuert zu werden. Die Unterzeichner:innen von Tax Now fordern unter anderem die Wiedereinführung der Vermögenssteuer für Millionen und Milliardenbeträge und wollen so die soziale Ungleichheit bekämpfen.

Wundinfektionen sind vor allem in finanziell ärmeren Regionen ein Problem. 20 Prozent aller Kaiserschnittnähte im globalen Süden entzünden sich. Die 17 jährige Dasia Taylor aus Iowa hat einen einfachen und günstigen Wundfaden entwickelt, der dank dem Saft von Roter Bete anzeigt, wenn eine Infektion droht.

Wer eine Stunde früher ins Bett geht und eine Stunde früher aufsteht, kann das Risiko einer schweren Depression bis zu 23 Prozent senken. Zu dem Schluss kommt eine Studie der University of Colorado, an der 840 000 Personen teilgenommen haben.

Auch auf enorm: Wir haben die Lösung: Tierisch gute Nachrichten

Bianca: Ja, ich freue mich sehr, dass wir heute über gute Nachrichten aus der Tierwelt sprechen. Mein Name ist Bianca und ich bin Redakteurin bei Good News Deutsch.

Astrid: Hallo, ich bin Astrid und ich bin Redakteurin beim enorm Magazin.

Bianca: Ja, ich fange auch gleich an mit einer Nachricht, die mich total geflasht hat. Und zwar gibt es jetzt Roboter-Delphine. Was ist daran cool? Im Moment leben um die 3000 Delfine weltweit in Gefangenschaft, sei es in Zoos oder in Aqua Parks. Und auch in Deutschland leben einige davon in Gefangenschaft. Delfin-Shows gelten offensichtlich als Tierquälerei, weil die Tiere sich unglaublich gerne bewegen und meist in viel zu engen Becken gehalten werden und so sich einfach nicht austoben können. Dennoch ist die Lust an so Delfin-Shows ungebrochen. Es ist ein Milliardenbusiness. Tatsächlich. Da strömen tausende von Menschen jedes Jahr in solche Shows, weil die einfach Delfine sehen wollen. Anscheinend ist da irgendwas in uns, das sich mit diesen Säugetieren verbinden will. Ganz viele Menschen haben ja auch diesen Traum, einmal im Leben mit einem Delfin zu schwimmen. Hast du diesen Traum?

Astrid: Nein, ich habe den Traum nicht. Ich finde es auch irgendwie sehr befremdlich, warum man unbedingt mit Delfinen schwimmen will. Ich mein klar, wenn dir das zufällig passiert, du bist irgendwo tauchen und triffst zufällig einen Delfin, dann ist das wahrscheinlich total schön, wenn der mit dir schwimmen will. Aber wenn der gezwungen wird mit dir zu schwimmen, dieser Delfin, weiß ich ja nicht, ob das so erfüllend ist, ehrlich gesagt.

Bianca: Ich glaube aber, diese Delfine sind ja auch tatsächlich sehr zugänglich. Also viele Delfine sind sehr zugänglich zu Menschen. Wie dem auch sei, diese Lust ist ungebrochen, aber es ist halt einfach nicht cool für die Tiere. So, und jetzt haben Tricktechniker:innen aus den USA einen Roboter entwickelt, der eben einem echten Delfin täuschend ähnlich sieht. Eine dieser Firmen, eine dieser größten Firmen oder Unternehmen, sind die Edge Innovations und die haben eigentlich künstliche Tiere gemacht für für die Filmbranche, also für Hollywood, unter anderem auch für Free Willy. Ich gebe es zu, einer meiner liebsten Filme ever. Also als ich ein kleines Kind war, hab ich den geliebt. Wie wir alle wissen, ist es nicht gut ausgegangen mit Free Willy, also mit dem echten Free Willy, Mit dem Killer-Orca. Wie hieß er nochmal? Keiko, glaub ich. Der war 20 Jahre lang in Gefangenschaft und als sie ihn dann ausgewildert haben, ist er leider verendet. Der ist ja ein bisschen planlos rumgeschwommen und ist dann immer so in Buchten gegangen, wo viele Menschen sind und die sind dann auf dem rumgeklettert und so. Also alles sehr traurig.

Astrid: Oh Gott.

Bianca: Ja total, also genau. Aber unter anderem auch für Free Willy hat eben diese Edge Innovation künstliche Tiere gemacht. Offensichtlich nicht den Titelhelden. Und jetzt? Tierschützer:innen hoffen wirklich sehr, dass diese ferngesteuerten Roboter-Delphine künftig eben in Zoos und Vergnügungsparks auftreten können. In der Filmbranche ist das nicht mehr so ein Thema, weil da sehr viel mit Animation gearbeitet wird und da sowieso viel weniger echte Tiere eingesetzt werden. Das Problem an diesen Delfin-Robotern ist im Moment noch, dass die unglaublich teuer sind. Ich glaube ein so ein Delfin kostet um die  Dreimillionen Euro.

Astrid: Wow, krass.

Bianca: Also, wirklich heftig. Auf der anderen Seite kann man natürlich auch sagen: Na, also so einen Park zu betreiben, diese Tiere zu züchten, zu pflegen, denen, also den echten Tieren, Becken bereitzustellen, die ja so groß wie möglich sind, das kostet ja auch alles wahnsinnig viel Geld. Insofern würde sich das wahrscheinlich auch wirtschaftlich lohnen, wenn Parks auf Delfin-Roboter umstellen. Und, also ich würde euch anraten, euch das Video anzugucken, weil diese Delfine, die sehen, die Roboter- Delfine, die sehen wirklich so unglaublich echt aus. Also die verhalten sich auch wie Delfine und anscheinend fühlen die sich auch so an wie Delfine. Man kann die streicheln, die haben eine Silikonhaut und man kann eben mit ihnen schwimmen, wenn man das möchte. Und ja also eigentlich mega cool und der Erfinder, der Gründer von diesen Edge Innovations der sagt halt, perspektivisch könnte man eben auch so Tiere nachbauen wie Dinosaurier, feuerspeiende Drachen, irgendwelche Urzeitechsen und könnte dann eben mit denen z.B. schwimmen und mehr über diese Tiere lernen. Weil im Endeffekt kann man ja auch von von Tieren, auch wenn sie nicht echt sind – deren Verhalten ist ja so programmiert bei diesen Robotern, dass sie sich halt so verhalten wie echte Tiere – also das kann ja Menschen auch dazu inspirieren, mehr über diese Tiere zu lernen, sie schützen zu wollen. Wie auch immer. Inzwischen hat auch schon ein Park in China solche Delfin-Roboter bestellt. Also es kommt!

Astrid: Ach krass. Es gibt dann bald einen Park, der hat die sogar. Das finde ich spannend! Tatsächlich.

Bianca: Tatsächlich. In China wird das noch gebaut und ja, dann kann man dahin.

Astrid: Sehr, sehr interessant. Du hast es ja gerade erzählt, dass Free Willy, der ausgewildert wurde oder werden hätte sollen, dasd es aber nicht so gut ausging. Da passt meine nächste Nachricht ganz gut dazu, weil da ist es tatsächlich so, dass es besser ausgegangen ist: So ein Auswilderungsprogramm. Und zwar haben wir für die Nachricht nach Australien geblickt und da geht es um den Tasmanischen Teufel. Der wird auch Beutelteufel genannt. Das ist so ein kleines Raubbeuteltier mit so dunklem schwarzen oder braunen Fell. Der wird bis zu acht Kilo schwer. Und dieser Tasmanische Teufel ist halt vom Aussterben bedroht. Der ist vor 3000 Jahren schon komplett ausgestorben auf dem australischen Festland. Also, es gibt ihn noch auf Tasmanien, das ist eine südlich von Australien gelegene Insel. Aber dort ist es halt auch ein bisschen schwierig, weil da gibt’s eine ansteckende Gesichtstumorerkrankung und das hat dazu geführt, dass es leider jetzt mittlerweile nur noch 25000 der Tiere gibt. Und Mitte der 90er waren es noch 150 000. Also ziemlich krasser Rückgang. Genau. Und da haben jetzt ein paar Tierschutzorganisationen in Australien ein Wiederansiedlungsprogramm gestartet und die züchten seit Jahren schon die Tasmanischen Teufel, um sie dann, also züchten sie unter Bedingungen, dass sie danach fähig sind auch in der Wildnis zu überleben. Sie haben 26 erwachsene Tiere in die Freiheit ausgesetzt und zwar in einem Schutzgebiet, dreieinhalb Stunden nördlich von Sydney. Und da war dann der Plan und das Ziel, dass sie sich hoffentlich vermehren und dort wieder, ja, leben können und endlich wieder auch auf dem Festland Australiens leben.

Und die gute Nachricht, die wir heute haben, ist, dass die wirklich sieben Babyteufel geboren haben, also sieben Babyteufel, genau, wurden in Freiheit geboren. Die sind dann richtig, richtig klein. Und man hofft eben auch, dass sie wirklich überleben werden, weil das Ding ist halt, der Grund warum die ausgestorben sind, sind wahrscheinlich die Dingos. Australische Wildhunde, die die so dezimiert haben. Und jetzt ist das Gebiet aber wo sie sind, dieses 400 Hektar große Schutzgebiet, das ist eingezäunt. Also, die haben schon ganz gute Startbedingungen und man hofft, dass die jetzt dort sich dann wieder ein bisschen, ja, vermehren und dass man weiterhin auch welche ansiedeln kann in dem Gebiet. Und dann mal gucken, hoffentlich auch langfristig ansiedeln kann. Weil, also, der Vorteil, wenn mehr Tasmanische Teufel wieder in der freien Wildnis leben würden, wäre, das sie so eine natürliche Kontrolle sind für Füchse und Wildkatzen, weil die Raubtiere sind. Und die Füchse und Wildkatzen wiederum haben halt jetzt auch schon wieder dazu beigetragen, dass andere Säugetiere vom Aussterben bedroht sind. Also, das ist so, dieser natürliche Kreislauf ist so ein bisschen, ja, nicht so ganz intakt vielleicht. Und man hofft eben, dass der Tasmanische Teufel da eine wichtige Funktion wieder einnehmen könnte.

Bianca: Sag mal, das erinnert mich irgendwie an ein Spiel aus meiner Kindheit. Irgendein Computerspiel – gab’s nicht mal irgendso einen Tasmanischen Teufel, mit dem man irgendwie so durch die Wildnis gejagt ist? Das war so meine erste Assoziation zum Tasmanischen Teufel und ich dachte auch lange Zeit Tasmanien gibt es nicht. Das war für mich so irgendein Fantasy Land aus einem Computerspiel. Aber es gibt dieses Tier.

Astrid: Ja stimmt, ich erinnere mich auch. Ich glaube, es ist so ein, ja ich, ich glaube, ich weiß, was du meinst. Ich weiß nur nicht, wie das hieß. Ich war mal in Tasmanien. Tatsächlich. Ich hab da ein paar Monate. Über so ein Stipendium konnte ich einen Schüleraustausch machen – mit 15. Das war mega cool und deswegen hab ich so eine, ja, ich glaub, ich hab da auch irgendwie, meine ich mich zu erinnern, dass ich auch Tasmanische Teufel gesehen habe. Aber es ist schon ein bisschen her, deswegen kann ich mich jetzt nicht so genau dran erinnern. Und ja, man sagt ja auch, dass die mega stinken und laut knurren, deswegen heißen sie auch Teufel. Also, da hätte ich mich vielleicht dann doch erinnert, wenn ich dem nahe begegnet wär. Also ja, vielleicht war es dann auch irgendwie einer, der dann nicht in der freien Wildbahn unterwegs war. Wie gesagt, ich erinnere mich auch nicht mehr genau. Auf jeden Fall sehen die Fotos auch ganz süß aus von denen. Kann man ja mal googeln. Die nächste Nachricht, die ich dabei habe, da geht’s auch um eine Wiederansiedlung. Und zwar geht es da um Luchse. Und da ist es so, dass im Jahr 1900 leider der Luchs, also die größte in Europa beheimatete Katze, war nahezu gänzlich ausgestorben in Deutschland und verantwortlich dafür waren wie so oft leider in der Geschichte die Menschen. Denn Jäger:innen haben sich halt, ja, sahen halt die Luchse als Konkurrenz bei der Jagd auf Wild als Beute, weil auch Luchse eben Wild jagen. Und außerdem haben Luchse eben ein sehr schönes, feines, gemasertes Fell und das war dann so eine beliebte Trophäe. Und deshalb waren leider Luchse fast gänzlich verschwunden aus Deutschland. Und jetzt im Jahr 2021, zählt man aber wieder bis zu 135 erwachsene Luchse in Deutschland. Und das ist natürlich schon ein großer Erfolg, weil das einzige, was ein bisschen schade ist, dass die in sehr isolierten Gebieten sind. Also es gibt im Harz, im Bayerischen Wald und im Pfälzer Wald, wohl Luchse wieder und die wandern dann halt relativ wenig und bleiben in dem heimischen Revier. Aber sie können auch ein bisschen schlechter wandern. Natürlich, weil alles sehr dicht besiedelt ist. Straßenbau, das schränkt alles die Bewegungsfreiheit ein. Und sie werden immer noch illegal geschossen. Aber dennoch ist es eine gute Nachricht, weil man merkt, die Population wächst, wenn auch zwar langsam, aber sie wächst eben. Und ja, man kann sagen, es ist schon ein ziemlicher Erfolg, was die Neuansiedlungesprojekte in den vergangenen Jahrzehnten angeht, dass wir wieder den Luchs in Deutschland haben.

Bianca: Ja, ich will da grad ungeplant noch eine kleine Nachricht dazwischen schieben, weil du von dem Fell des Luchses gesprochen hast. Gestern hat uns eine Nachricht erreicht, dass in Estland jetzt als erstes baltisches Land das Züchten und Töten von Tieren zur Pelzgewinnung verboten sein muss. Und bis 2025 müssen alle verbleibenden Pelztierfarmen in Estland schließen und Tierschützer:innen sprechen hier von einem historischen Sieg. Daran musste ich grad denken, weil du über das Fell gesprochen hast.

Astrid: Meine Kollegin Morgane Llanque hat ein super spannendes Interview geführt mit einer Frau, die Füchse gerettet hat in den USA, die auch so in der Zucht waren, auch für Pelz usw. Und die lebt eben mit vielen Füchsen. Und ja, die sind halt auch natürlich nicht mehr überlebensfähig in der freien Natur, weil die ja aus so krassen Umständen gerettet worden sind von ihr. Den können wir euch auch nochmal verlinken, den Text, das Interview, in den Shownotes.

Auch auf enorm: Tierschützerin Jessika Coker: „Mit Füchsen zu leben, ist kein Märchen“

Bianca: Ja, da kann ich mich auch dran erinnern, als ich diesen Text gelesen hab bei euch, war ich dann glaub ich auch noch kurz auf Instagram und habe ihren Kanal angeschaut.

Astrid: Ja, es macht so Spaß.

Bianca: Es macht soo Spaß, all diese Füchse zu sehen.

Astrid: Ja, ja, die sind super. Ich meine, man sieht es sowas ja nicht oft und man hat ja auch eher ein komisches Gefühl, wenn Wildtiere in Häusern sind. Natürlich sollte das jetzt auch nicht der Fall sein, aber in dem Fall sind es halt gerettete Tiere, die da halt ein gutes Leben haben bei ihr, die natürlich trotzdem noch Wildtiere sind. Irgendwie auch. Also, wilde Tiere, nicht wie ne Katze oder so. Aber sie hat halt super schöne Fotos und Videos mit diesen Tieren. Ja, das ist schon schön und halt auch ein guter Moment, um so aufmerksam zu machen auf das Problem und dass Leute dann ein bisschen hoffentlich sensibler werden dafür.

Bianca: Ja, ich komme noch zur letzten Nachricht, die wir heute erzählen wollen. Und zwar ist es ja inzwischen allgemein bekannt, dass Tiere Menschen helfen können bei seelischen und körperlichen Krankheiten. Also z.B. gibt es Pferde-Therapie für Kinder mit Autismus oder natürlich die Assistenz-Hunde für Menschen mit Behinderungen. Und jetzt hat man eben herausgefunden, dass auch Tiere bzw. Hunde, auch helfen können beim Lernen. Und zwar gab’s an der Washington State University ein vierwöchige Therapy Programm mit Hunden, das daraus bestand, dass die Student:innen jeden Tag 10 Minuten einen Hund gestreichelt haben. Und in dieser Studie wurden die Student:innen auf zwei Gruppen verteilt, die entweder eben diese Therapie-Hunde gestreichelt haben oder aber ein traditionelles Anti-Stress-Programm durchlaufen sind. Und dann hat man gemessen wie das Stressniveau ist und auch wie der Lernerfolg ist. Und tatsächlich ist es so, dass die Student:innen, die jeden Tag 10 Minuten lang einen Hund gestreichelt haben, viel weniger Cortison, also das Stresshormon Cortison ausgestoßen haben und sich den Aufgaben viel besser gewappnet gefühlt haben. Vor allem diejenigen Student:innen, die mit Lernschwierigkeiten kämpfen. Und ja, da hat sich einfach ein signifikanter Effekt gezeigt. Was ich auch interessant fand: Ich weiß leider nicht genau, wie das hier in Deutschland ist an den Hochschulen. Ich habe ja meinen Master in UK gemacht. Auf jeden Fall ist es dort ähnlich wie in den USA, dass wirklich sehr viele Programme an den Unis stattfinden, um die Studierenden beim Lernen zu unterstützen. Also, es ist wirklich, die haben sich ganz groß auf die Fahnen geschrieben „Mental Health Support“ und es gibt sehr viele Programme, die kosten auch wahnsinnig viel für die Universitäten. Und ja, wenn man das vielleicht etwas, gewisse Sachen, einfacher lösen könnte mit Hunden, ist es natürlich auch eine sehr gute Nachricht für die Unis.

Astrid: Ja, total. Weißt du, ob das auch mit Katzen funktioniert, eigentlich?

Bianca: Das weiß ich auch nicht. Vielleicht lassen die sich einfach nicht immer so gerne streicheln.

Astrid: Ja, das stimmt. Ich hatte früher eine Katze und da war es dann auch so, dass sich der Kater dann immer so auf meinen Schoß gelegt hat und eigentlich auch auf den Laptop gesetzt hat. Wenn ich dann arbeiten wollte oder so, dann wollte er auch mal gestreichelt werden und irgendwie war das sehr, sehr schön. Mir ein bisschen lästig, wenn er dann auf dem Laptop drauf rum getanzt ist oder so. Aber ja, ich glaube es war schon gut so. Vielleicht auch zum Stressabbau, stimmt, jetzt im Nachhinein.

Bianca: Ja, ne? Meine Redaktionskollegin oder unsere Redaktionskollegin von Good News, Sophie, hat auch Katzen und es ist schon öfters vorgekommen, dass mitten im Call sie irgendwie meinte: Jetzt ist meine Katze gerade auf dem Laptop, oder so. Und ich fand es eigentlich eine sehr schöne Vorstellung.

Astrid: Sehr schöne Nachricht.

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