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24 November 2020 / Lesezeit: < 1 minuten

EU-Ratspräsidentschaft

Ban Ki Moon fordert mehr Klima-Einsatz von Deutschland

„Setzen Sie gegenüber Ihrer Konkurrenz in Europa, Asien und aller Welt klare Maßstäbe“ im Hinblick auf Klimaschutz, fordert Ban Ki Moon von Deutschland.

Bild: Imago images/photothek

Bild: Imago images/photothek

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft 2020 geht in die finale Phase. Für Ban Ki Moon, ehemaliger UN-Generalsekretär, ist noch einiges zu tun – insbesondere, wenn es um die Einsparung von Treibhausgasen geht.

Der frühere UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert von Deutschland national und international Ehrgeiz beim Klimaschutz. „Aufgrund seines wirtschaftlichen Erfolgs, seines Vermächtnisses als Energiewende-Pionier und seines diplomatischen Gewichts kommt Deutschland dabei auf der europäischen und internationalen Bühne eine Schlüsselrolle zu“, heißt es laut Manuskript in einer Videobotschaft Bans für die Jahreskonferenz der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz an diesem Dienstag. Er hoffe, dass der letzte Monat der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ein Monat „ausdauernder diplomatischer Bemühungen“ werde.

Ziel müsse sein, dass Europa wieder zum Vorreiter beim Klimaschutz werde und sich die EU-Mitgliedstaaten geschlossen hinter ein höheres Ziel beim Einsparen von Treibhausgasen für das Jahr 2030 stellen. Die Verhandlungen dazu laufen.

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Ban Ki Moon: Es braucht grüne, nachhaltige Wiederaufbauprogramme

„Setzen Sie gegenüber Ihrer Konkurrenz in Europa, Asien und aller Welt klare Maßstäbe“, forderte Ban dem Manuskript zufolge. Banken und Investor*innen zögen sich bereits aus klimaschädlichen Praktiken zurück. Unternehmen, die Energieeffizienz voranbrächten, verzeichneten das schnellste Wachstum und schafften die meisten neuen Arbeitsplätze.

Um die Folgen der Corona-Krise zu bewältigen, brauche es „grüne, nachhaltige Wiederaufbauprogramme“, die den Weg für den Wohlstand von morgen ebneten, sagte Ban demnach weiter.

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„Covid-19 hat der ganzen Welt aufgezeigt, wie wichtig es ist vorzusorgen, wissenschaftliche Erkenntnisse zu beachten und Reaktionen mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft abzustimmen. Jetzt müssen wir mit dem gleichen Ehrgeiz den sich stets verschärfenden Klimanotstand angehen.“