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20 December 2017 / Lesezeit: 2 minuten

Nachhaltige Einrichtung

Sonne im Einmachglas

Das Sonnenglas sieht nicht nur gut aus, sondern es hilft vielen Menschen in Südafrika

Titelbild: Sonnenglas

Titelbild: Sonnenglas

Das Sonnenglas will mit seinem Konzept den Kreislauf aus fairer Produktion, erneuerbaren Energien und nachhaltigem Design schließen

Einmachgläser sind zurzeit ein absoluter Trend in vielen Wohnungen. Kreativ befüllt sind die ein Hingucker, den man vor allem ohne viel Aufwand, immer wieder neu erfinden kann. Das Sonnenglas macht daraus jetzt mit 100 Prozent Solarenergie obendrein eine nachhaltige Lichtquelle.

Entwickelt wurde es in Südafrika mit dem Ziel, Menschen ohne Stromzugang mit Licht zu versorgen. In vielen Teilen des Landes, in denen die Stromzufuhr nie sicher ist, schafft es eine wichtige Alternative zu den offenen Lichtquellen wie Kerzen und Petroleumlampen, durch die nicht selten schwere Brände ausgelöst werden und im Fall von Petroleum teuer sind.

Nützlich und ästhetisch

Die vier LED-Lampen inklusive Akku sind unterhalb des Deckels angebracht und werden mit Hilfe von Solarzellen aufgeladen. Sie spenden ein helles und gemütliches Licht, das man jederzeit an- und ausknipsen kann. Nach wenigen Stunden in der Sonne leuchtet es bis zu zwölf Stunden die ganze Nacht – und per Mini-USB auch an Regentagen.

Alles begann mit einem Auftrag des Glasherstellers Consol an den südafrikanischen Elektroingenieur und Photovoltaiker Harald Schulz von Suntoy: Er sollte aus den landesweit verbreiteten Einmachgläsern eine Solarleuchte entwickeln. Als Stefan Neubig, späterer Gründer des Sonnenglas-Unternehmens die Hightech-Lampe dann auf einer privaten Südafrika-Reise entdeckte, war seine Entschlossenheit groß, es weiter in die Welt hinaus zu schicken. Neubig, sein Team und die südafrikanischen Produktionspartner starteten daraufhin 2013 gemeinsam den Vertrieb nach Europa und in die USA, um ein regionales und vor allem soziales Produkt zu kreieren, das sowohl dort als auch auf dem Weltmarkt bestehen kann. Und das haben sie geschafft: Deutschland ist nach Südafrika der häufigste Abnehmer.

Transparent von innen und außen

Sieben Arbeitsschritte sind notwendig, bis ein Sonnenglas fertig gestellt und ist und weltweit versendet werden kann. 70 Prozent der Materialien des Sonnenglases kommen aus Südafrika, die zudem zu einem Teil aus dem Recycling stammen. So lautet auch das firmeneigene Motto auch: „Handmade with Love in South Africa“. 1500 Lichter fertigen über 65 Frauen und Männern aus den Townships Johannesburgs pro Tag in Handarbeit. Die Vollzeit-Arbeitsplätze schaffen neue Perspektiven für Menschen, die keine Chance auf dem regulären Stellenmarkt hatten. Neben Schulungen und Fortbildungen sichert ihnen das Geschäftsmodell faire Löhne, eine Sozialversicherung und den Anspruch auf eine Rente. Darüber hinaus bekommen die Mitarbeiter eine Stunde Mathematik- und Englisch-Unterricht pro Tag während der Arbeitszeit finanziert. Das Ziel: eine bessere Vorbereitung auf einen Schulabschluss.

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Das Sonnenglas schließt mit seinem Konzept den Kreislauf aus fairer Produktion, erneuerbaren Energien und nachhaltigem Design. Es wurden schon Millionen von Exemplare weltweit verkauft, die nun ihr Licht in der Dunkelheit spenden – ästhetisch, sozial und nachhaltig.

Das Sonnenglas ist online und im enorm Shop für 30 Euro erhältlich.