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Zero Waste

Zero Waste – zu Deutsch etwa „null Abfall“ – umschreibt eine Bewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Anders als beispielsweise bei Cradle to Cradle geht es dabei aber nicht vorrangig um eine Kreislaufwirtschaft, sondern darum, den anfallenden (Plastik-)Müll von vornherein zu vermeiden. Prominente Vordenkerinnen wie Bea Johnson stammen beispielsweise aus den USA, wo der Begriff auch geprägt wurde als Ausdruck eines persönlichen Lifestyles, der auf Müllreduktion setzt. So gibt es inzwischen einige Familien, die ihren anfallenden Müll derart reduziert haben, dass der Abfall eines Jahres in ein Einmachglas passt. Zero Waste ist inzwischen aber auch Leitgedanke einer ganzen Reihe von Initiativen, Aktionen und Unternehmen. Unverpackt-Läden beispielsweise verzichten komplett auf Einwegverpackungen (aus Plastik), um müllfreies Einkaufen zu ermöglichen. Ebenso gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, die es sich zum erklärten Ziel gemacht haben, für so wenig Abfall wie möglich zu sorgen, genauso wie immer mehr Cafés, Restaurants, Markthallen oder sogar Modedesigner. Zero Waste hat also den Weg raus aus einer persönlichen, individuellen Konsumentscheidung geschafft, hin zu einer breiten gesellschaftlichen Bewegung. Allerdings gilt es auch hier, zu reflektieren, wie viel Zero Waste tatsächlich bringt. Zwar ist unbestritten, dass wir deutlich weniger Plastik produzieren und vor allem konsumieren sollten. Ebenso sollten Alternativen intensiv geprüft werden. So hat die erste Ökobilanz von Original Unverpackt, Deutschlands bekanntestem verpackungsfreien Supermarkt, ergeben, dass die großen Mehrwegbehälter des Ladens zwar Plastik sparen, aber nicht immer unbedingt klimafreundlicher sind, da sie gereinigt werden müssen – zumal vieles auch von den Konsument*innen abhängt; beispielsweise, wie sie zum Laden kommen. Zero Waste allein kann die Welt nicht retten, es ist aber ein wichtiger Schritt zu weniger Plastik in der Umwelt – und vor allem ein wichtiger Schritt, das eigene Konsumverhalten zu reflektieren und umweltfreundlicher zu gestalten.

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