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14 Dezember 2020 / Lesezeit: 2 minuten

Nachhaltige Slow Fashion

Diese drei Eco-Labels setzen auf klassische Designs

Brands wie Somskat wollen die Modebranche entschleunigen und Überproduktion vermeiden. Ihre zeitlosen Designs gehen nur dann in Produktion, wenn sie nachgefragt werden.

Bild: Somskat, Selina Voelkel

Bild: Somskat, Selina Voelkel

Natürliche Materialien, Langlebigkeit und Transparenz ist diesen Slow-Fashion-Labels besonders wichtig: Somskat und Nine to Five verwenden nur nachhaltige Stoffe und setzen auf Minimalismus, damit die Kleidungsstücke lange gefallen. Die Newcomer-Marke Suits For Good spezialisiert sich auf umweltschonend hergestellte, bequeme Anzüge.

Vegan und zeitlos: Nine to Five

Vor elf Jahren hat Sandra Schittkowski im Hamburger Schanzenviertel ihr eigenes Schuhlabel für Frauen und Männer gegründet und es seitdem ständig weiterentwickelt. Kam anfangs vor allem Eco-Leder zum Einsatz, setzt Nine to Five heute, wo immer es geht, auf vegane und recycelte Materialien: Mikrofaser, Naturkautschuk, Naturlatex, Kork. Ihre Sneaker, Sandalen, Ballerinas und Boots versteht die Designerin als zeitlose Key-Pieces, die nie aus der Mode kommen und zu allen Gelegenheiten passen. Genauso wie ihre neuen Sweaters, T-Shirts und Tank Tops aus zertifizierter Bio-Baumwolle. Etwa 80 Prozent ihrer Stücke werden jedes Jahr aufs Neue produziert: so, wie sie sind, und so, wie sie bleiben sollen.

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Slow Fashion auf Nachfrage: Somskat

Obwohl 30 Prozent aller Kleindungsstücke keine Käufer*innen finden, bringen Modekonzerne mitunter alle paar Wochen neue Kollektionen auf den Markt. Um dieser Riesenverschwendung etwas entgegenzusetzen, lassen die beiden Gründer*innen von Somskat, Charly Schatz und Max Fesseler, ihre Kleidungsstücke nicht nur aus nachhaltigen, zertifizierten Materialien produzieren: Biobaumwolle und Tencel. Sondern auch erst dann, wenn eine Mindestmenge an Bestellungen über ihren Onlineshop eingegangen ist. Damit Hosen, Blusen und T-Shirts lange gefallen, ist das Design minimalistisch, die Farben unaufgeregt. Zudem erfahren Kund*innen, wie sich der Preis zusammensetzt und in welchen Ländern gefertigt wird.

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Pflegeleicht und fair: Suits For Good

Anzüge sind unbequem, teuer, so gut wie nie nachhaltig oder fair produziert. Da man trotzdem immer mal wieder einen braucht, haben sich Paul Kupfer und Mareike Ficht dazu entschlossen, selbst zu schneidern. Das Ergebnis nach zwei Jahren Entwicklung: Suits For Good – Hosen und Jacketts für Männer und Frauen und für Menschen, die sich weder als Mann noch als Frau identifizieren. Die in Italien und Portugal gefertigten Modelle bestehen aus einem recycelten Material, das eigentlich für Yogakleidung verwendet wird: super stretchy, knitterfrei und in der Waschmaschine waschbar. Damit die erste Serie produziert werden kann, wenden sich die beiden nun über Startnext an die Crowd.