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27 Juni 2020 / Lesezeit: 2 minuten

Modetipps

Drei Eco-Labels für den Juli

Das Mannheimer Label Belle Ikat verwendet Ikat-Stoffe aus dem usbekischen Fergana-Tal.

Bild: Belle Ikat

Bild: Belle Ikat

Faire Traditionsstoffe aus Usbekistan und luftige Looks aus biologisch angebautem Lyocell fürs Büro: Die enorm Redaktion stellt die Kollektionen dreier nachhaltiger deutscher Labels vor.

Belle Ikat

Isabella Stadler – geboren in Armenien, aufgewachsen in Israel – hat nach ihrem Touristik-Studium die Welt bereist und zahlreiche Fundstücke mit nach Hause gebracht. Darunter auch Ikat-Stoffe von Näher*innen aus dem usbekischen Fergana-Tal. Mit ihnen zusammen stellt Stadler heute Blusen, Kleider und Tuniken her. Jedes Teil des Mannheimer Labels Belle Ikat gibt es maximal 20 Mal, denn jede der 40 Zentimeter schmalen Ikat-Stoffbahnen aus Seidenfäden ist ein Unikat – per Hand gefertigt und mit Naturfarben gefärbt. Faire Bezahlung ist für Stadler selbstverständlich, regelmäßig besucht sie die Handwerker*innen vor Ort. Zudem unterstützt sie die Organisationen Saheli Women und Terre des Femmes.

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Dawn Denim

Ines Rust und Marian von Rappard haben sich das mit dreckigste Business der Modewelt ausgesucht und zeigen seit 2015, dass man in Asien selbst Jeans nachhaltig und fair produzieren kann. Das Berliner Label Dawn Denim hat eine eigene Fabrik in Saigon, Vietnam, aufgebaut und beschäftigt mittlerweile 200 Mitarbeiter*innen, die sich um Logistik, Materialbeschaffung und Produktion kümmern. Bezahlt wird nach dem Lohnindex der Anker Living Wage Methode, der 81 Prozent über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt. Zudem gibt es die Möglichkeit, über den Online-Store Trinkgeld zu geben – genau der Person, die die bestellte Jeans näht. Auszeichnung: 100 Punkte von 100 beim Brand Performance Check der Fair Wear Foundation.

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Nina Rein

In der aktuellen Sommerkollektion des Labels Nina Rein findet man farbenfrohe Kleider aus Lyocell beziehungsweise Tencel und helle, dezente Damenanzüge mit klaren Linien. Das Label bezieht seine Stoffe zu 90 Prozent aus Europa. Gründerin Julia Ickert, deren Wurzeln in Kasachstan liegen, achtet außerdem auf faire Bezahlung. Sie arbeitet nur mit Naturmaterialien aus biologischem Anbau und versteht ihre Entwürfe als nachhaltige Alternative für modebewusste Geschäftsfrauen. Bemerkenswert ist dabei, dass man sich ein Kleid aus der Kollektion auch mit einem schmaleren Geldbeutel leisten kann, ganz nach dem Motto Nachhaltigkeit für alle.