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19 Oktober 2020 / Lesezeit: 2 minuten

Nachhaltige Herbstmode

Drei Eco-Labels für den Oktober

Das deutsch-chinesische Label LangerChen stellt Herren- und Damenmode in China her. Die zeitlosen Designs werden dort aus Bio-Baumwolle, Eco-Wolle, Tencel, Bio-Leinen oder recyceltem Polyester gefertigt.

BILD: LangerChen

BILD: LangerChen

Eine Marke, die zeigt, das „made in China“ auch fair und vegan geht und High-Fashion-Designs, die indische Communitys stärken. Die enorm Redaktion stellt drei Labels vor, die nachhaltige Herbstmode herstellen.

Designers Remix

Wie wäre es, für Kleidung keine neuen Ressourcen mehr zu verbrauchen? Stattdesssen nimmt man bereits vorhandene Materialien – ausrangierte Kleidungsstücke, Stoffe, Reißverschlüsse, Knöpfe –, und setzt diese zu neuen, zeitlosen Stücken zusammen, die Kund*innen ganz gleich welchen Alters möglichst lange tragen können. Die Modedesignerin Charlotte Eskildsen aus Kopenhagen versucht, diese Vision Realität werden zu lassen – mit Erfolg. Designers Remix gehört inzwischen zu den bekanntesten, zeitgenössischen Modelabels Skandinaviens, die Waste-to-Wardrobe-Kollektionen werden in über 40 Ländern verkauft. Seit 2019 verarbeitet Eskildsen kein Leder und kein Fell mehr, dafür gibt es eine extra Linie für Kinder.

LangerChen

Dass „made in China“ nicht Massenproduktion und schlechte Arbeitsbedingungen bedeuten muss, zeigt das deutsch-chinesische Modelabel LangerChen bereits seit 2013. Jacken und Mäntel werden unter der Leitung von Philipp Langer am Starnberger See bei München designt und dann von Miranda Chen und ihrem Team im eigenen Betrieb in der Nähe von Shanghai gefertigt. Verarbeitet werden unter anderem Bio-Baumwolle, Lyocell, Eco-Wolle, Leinen und recyceltes Polyester. Zudem PU-Membrane und hydrophobe Veredelungen wie das vegane Plant Wax. Faire Löhne sind selbstverständlich. Die Tierschutzorganisation PETA hat den gelben Regenmantel Mira Short gerade zum „Besten Outdoor Piece“ des Jahres gekürt.

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Kowtow

Das neuseeländische Label Kowtow steht für „slow“ High Fashion. Zwischen dem Entwurf und Vertrieb der Kollektionen liegen 18 Monate. Das ist laut Gründerin und Kreativdirektorin Gosia Piatek wichtig, um die Werte ihrer Marke zu schützen, die auf gerechten Arbeitskonditionen und Umweltschutz fußen. Sie reichen bis ins kleinste Detail: Reißverschlüsse seien nie verwendet worden, weil Piatek und ihr Team keine nachhaltige und ethische Option finden konnten, die sie zufrieden stimmte. Die Knöpfe der Marke werden in Italien aus recyceltem Hanf hergestellt und die Reißzwecken an Denim-Kleidung sind nickelfrei und „made in Germany“. Die minimalistischen Designs von Kowtow bestehen aus 100% Fair-Trade-Bio-Baumwolle. Zudem erhalten zertifizierte Bauernverbände im Produktionsland Indien mit jedem Kleidungsstück eine Prämie für Community-Projekte, etwa für den Bau von Kliniken, die Bereitstellung von Schulmaterial und die Versorgung mit sauberem Trinkwasser.