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23 September 2021 / Lesezeit: 2 minuten

Merit Meta Meyer, Partei SSW

„Die Politik schreit längst nach einem Generationenwechsel“

Merit Meta Meyer ist Listenkandidatin des Südschleswigschen Wählerverbands (SSW). Die Abiturientin engagiert sich für junge Menschen und Klimaschutz-Maßnahmen.

Bild: Privat

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Die Listenkandidatin des Südschleswigschen Wählerverbands (SSW) Merit Meta Meyer will mit ihrer Partei noch mehr frischen Wind nach Schleswig-Holstein und Nordfriesland bringen. Inspiration für ihre sozial-ökologische Politik holt sich die 19-Jährige im Nachbarland Dänemark.

 „Politik muss jünger werden. Es ist wichtig, dass sich gerade junge Frauen wie ich politisch engagieren und ihre Meinungen einbringen. Ich bin dieses Jahr nicht nur Erstwählerin, sondern auch Listenkandidatin. Ich gehöre zur dänischen Minderheit, deshalb war für mich der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) natürlich naheliegend, der sich für die Bewahrung unserer Kultur einsetzt. Auch über die Minderheitenpolitik hinaus bringen wir gute Impulse. Zum Beispiel in Puncto Chancengleichheit in der Bildung – für mich als frischgebackene Abiturientin natürlich ein großes Thema. Aus Dänemark kennen wir das Statens Uddannelsesstøtte, kurz SU. Das ist ein elternunabhängiges Bafög, das sich aus verschiedenen Faktoren, wie den Lebenshaltungskosten des Wohnorts oder den Fahrtkosten zur Uni berechnet. Viele junge Menschen in Deutschland fallen aus dem Bafög-Raster, weil die Eltern zu viel verdienen – aber nicht alle bekommen finanzielle Unterstützung von Zuhause. Wenn wir ein ähnliches System in Deutschland einführen würden, wäre  das eine Erleichterung für Studierende bundesweit. 

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Merit Meta Meyer

ist Listenkandidatin des Südschleswigschen Wahlverbands (SSW). Der SSW wurde 1948 als Partei der dänischen Minderheit im Landesteil Schleswig und der Nationalen Friesen in Nordfriesland gegründet. Die Politik der Partei orientiert sich eng an der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung in Skandinavien.

Ganz oben steht bei dieser Wahl natürlich auch das Thema Klimakrise. Ohne Umweltschutz, keine Zukunft für junge Menschen wie mich. In Schleswig-Holstein setzt sich der SSW dafür ein, die Küste sauber zu halten und die Menschen für regionalen Konsum zu sensibilisieren. Wenn jeder einen Beitrag leistet, kann man schon eine Menge erreichen. Natürlich brauchen wir hier auch große Entscheidungen auf Bundesebene, beispielsweise zur Förderung erneuerbarer Energien. Nur so können wir CO2-Emissionen verringern und die Klimakrise aktiv bekämpfen. Mit unserer „Einfach anpacken“-Mentalität, wären wir da mit ein oder zwei Mandaten eine gute Ergänzung im Bundestag. Immerhin kommt es jetzt mehr denn je darauf an, nicht nur zu reden – sondern die Dinge endlich anzugehen. Das ist auch etwas, das ich jungen Politikinteressierten mit auf den Weg geben möchte: Engagiert Euch! Wenn wir jetzt etwas verändern möchten, ist es an der Zeit aktiv zu werden. Die Politik schreit längst nach einem Generationenwechsel – also los!“  

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