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23 May 2019 / Lesezeit: 3 minuten

perspektiven

Keine Macht den Trollen!

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Digitalisierung als Chance: Über das Internet und soziale Netzwerke lassen sich politische Kampagnen organisieren

Titelbild: Deutsche Telekom AG

Titelbild: Deutsche Telekom AG

Pöbler posten Hass-Kommentare, Populisten publizieren Fake News, Datenkraken durchleuchten und manipulieren die Nutzer: Im Internet sind Kräfte am Werk, die der Demokratie Schaden zufügen wollen. Zeitgleich bietet die Digitalisierung aber auch ganz neue Chancen der Teilhabe an demokratischen Prozessen. Wie also das Gute fördern und die Risiken minimieren? Was wir benötigen, ist ein neues Zeitalter der Aufklärung. Von der Telekom geförderte und initiierte Ideen zeigen den Weg dorthin

Am 26. Mai ist Europawahl – und es steht eine Menge auf dem Spiel. Es geht um die Zusammensetzung des Parlaments, aber auch darum, die Demokratie zu verteidigen. Die Angriffe nehmen zu: Populisten und Nationalisten nutzen das Internet und insbesondere die sozialen Netzwerke, um Halbwahrheiten, Ressentiments und dreiste Lügen zu verbreiten. Algorithmen und Bots helfen ihnen dabei, diese Inhalte breitenwirksam und passgenau zu streuen. Gefüttert werden diese Trolle von Daten, die wir den Datenkraken im Netz zur Verfügung stellen. Manchmal unwissend, fast immer fahrlässig.

Zur Europawahl wartet „WeCare“, das Magazin der Telekom, mit der Ausgabe „Meine Stimme zählt!“ zum Thema Digitale Demokratie auf. Weitere Informationen über die Initiativen und Projekte der Deutschen Telekom AG können im aktuellen CR-Bericht nachgelesen werden

Für eine wehrhafte Demokratie im Netz

Und diese Kommunikations­strategie wirkt: Populisten bestimmen die politische Debatte mit, einige Begriffe haben sie bereits gekapert, zum Beispiel den der Meinung. Natürlich, jeder darf in Deutschland seine Meinung frei äußern. Was aber nicht heißt, dass jede Meinung überall und kritiklos angebracht werden darf – schon gar nicht, wenn sie die Freiheit anderer verletzt. Auch eine Meinung sollte auf Fakten basieren und niemanden ausgrenzen.

Doch das Verrückte ist: Wenn eine gut vernetzte Person im Internet eine Meinung äußert, die durch nichts belegt ist, aber den politischen Nerv trifft, dann findet sie auch einen Resonanzraum. Dort wird sie geteilt und verstärkt – und schon wird aus einer verqueren Meinung ein Beitrag, der andere zu manipulieren vermag. Der Klimawandel ist eine Lüge, der Papst unterstützt die Wahl von Trump, die Erde ist flach? Jede Meinung, und sei sie noch so unsinnig, bekommt ihre Follower.

Eine Demokratie ist dann wehrhaft, wenn die Bürgerinnen und Bürger genügend Wissen mitbringen, um eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen, und sich an gesellschaftlichen Diskussionen und Problemlösungen beteiligen. Mit Blick auf die Digitalisierung stellt sich die Frage: Ist die digitale Gesellschaft in diesem Bereich schon fit genug? Oder benötigen wir nicht vielmehr eine digitale Aufklärung, die den Menschen das nötige Rüstzeug an die Hand gibt?

Telekom-Initiativen zur digitalen Aufklärung

Die Deutsche Telekom hat Initiativen eingeleitet, die in diesem Sinne zur Vermittlung von Wissen beitragen. So versteht sich die Plattform „Medien, aber sicher.“ mit „1001 Wahrheit“ als Online-­Angebot, das – in einfachem Deutsch und für jeden verständlich – Geschichten aus der digitalen Welt erzählt: zum Beispiel über digitale Demokratie, digitale Freundschaft oder das Darknet. Dabei legt der Name der Initiative, angelehnt an die Märchensammlung aus dem Orient, nahe: Die eine Wahrheit gibt es nicht. Was aber nicht heißt, dass man die Suche nach Fakten aufgeben sollte, im Gegenteil: Gerade, weil die digitale Welt so divers, diffus und widersprüchlich ist, sollte man sich bestens ausgerüstet in den Nebel wagen, statt ängstlich abzuwarten, bis die Trolle kommen.

Auf der gleichen Plattform hat die Telekom mit „Teachtoday“ eine Initiative entwickelt, die Kindern und Jugendlichen, Eltern und Großeltern digitale Medienkompetenz vermittelt – ebenfalls ganz im Sinne der Aufklärung: Nur, wer weiß, wie die digitale Welt funktioniert und welche Akteure dort welche Ziele verfolgen, kann eigen­ver­antwortlich handeln.

Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen auch ungewöhnliche Projekte wie die „Reporter­fabrik“ von CORRECTIV, die sich für seriösen Journalismus einsetzt und unter „checkjetzt“ eine Plattform aufbaut, auf der jeder mit Anleitung Fake News und Behauptungen checken kann und die Ergebnisse dann veröffentlicht werden. Reporter4you stellt Schulklassen Journalisten, damit Kids lernen, was der Unterschied zwischen guter Recherche und freier Erfindung ist und wie man damit umgehen kann.

Digitale Demokratie erleichtert Teilhabe

Natürlich ist das Internet nicht nur düster und voller Risiken. Nie war die Teilhabe an politischen Prozessen einfacher als heute: Die Digitalisierung gibt den Menschen Möglichkeiten an die Hand, sich schnell und umfassend zu informieren sowie eigene Kampagnen zu starten.

Der typische Tag einer digitalen Demokratin könnte so aussehen: Morgens informiert sie sich umfassend über das politische Tagesgeschehen, ihre Newsfeeds bieten ihr Nachrichten aus aller Welt, aber auch regionale Neuigkeiten. Mittags nutzt sie Online-Plattformen der digitalen Verwaltung, um Ideen einzubringen, zum Beispiel, wie man das Netz der Radwege in ihrem Viertel verbessern kann. Am Abend unterstützt sie eine E-Petition durch ihre digitale Unterschrift. Oder tummelt sich auf Blogs und Meinungsforen Anders­denkender, um auch deren Sichtweise kennenzulernen – raus aus der eignen Filterblase und rein in die konstruktive Auseinandersetzung.

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Digitale Tools können der Demokratie Auftrieb verschaffen, denn sie bieten vielfältige neue Möglichkeiten, um an der demokratischen Meinungsbildung und Gestaltung der Gesellschaft mitzuwirken. Damit alle Menschen sie nutzen können, setzt sich die Telekom für die weltoffene Förderung einer digitalen Demokratie ein, die allen Information und Teilhabe ermöglicht. Weil unsere Demokratie viel zu wertvoll ist, um sie den Trollen zu überlassen.