Startseite/Gesellschaft/Politik/Aktivismus
29 October 2019 / Lesezeit: 2 minuten

8 Forderungen an die Politik

Entrepreneurs for Future: Wirtschaft für mehr Klimaschutz

Anzeige

Trommeln fürs Klima: In Stuttgart haben die Entrepreneurs for Future am 20. September den Demozug mit dem Drumbike lautstark angeführt

Titelbild: Max Kamps / Agentur Blumberg
Foto unten: Ahnen & Enkel / Marcus Franken

Titelbild: Max Kamps / Agentur Blumberg
Foto unten: Ahnen & Enkel / Marcus Franken

Rücksicht auf die Wirtschaft gilt nicht mehr als Ausrede, seit immer mehr Unternehmer*innen wirksame Klimaschutz-Maßnahmen von den Regierenden einfordern

Die Klimakrise steht endlich ganz oben auf der (politischen) Agenda. Vielfältige Stimmen der Zivilgesellschaft fordern mehr Klimaschutz. Auch aus der Wirtschaft gibt es inzwischen eine starke Stimme für eine ambitionierte Klimaschutzpolitik: die Entrepreneurs for Future. Schon über 4.000 Unternehmen zählen dazu. Sie alle haben die Stellungnahme „Wirtschaft will mehr Klimaschutz“ unterzeichnet und geben ein Klimaschutz-Pledge2025 für das eigene Unternehmen ab.

Die Entrepreneurs for Future stehen für mehr als 240.000 Arbeitsplätze und über 34 Milliarden Euro Umsatz. Es sind Unternehmen aller Branchen und Größen dabei, energieintensive Maschinenbaubetriebe genauso wie klassische Mittelständler und Familienunternehmen. Diese Unternehmen zeigen: Klimaschonendes Wirtschaften funktioniert heute schon. Aber die Politik muss endlich den Rahmen schaffen, damit faire Wettbewerbsbedingungen für klimaschonende Technologien und Geschäftsmodelle hergestellt werden und die Wirtschaft insgesamt umsteuert.

Gehen für ihre Forderungen auf die Straße: Die Entrepreneurs for Future auf der Demo am 20. September in Berlin

Die „Entrepreneurs for Future“-Unternehmen stellen diese acht Forderungen:

  1. Eine wirksame und planbar steigende CO2-Bepreisung für alle Sektoren.
  2. Beschleunigung der Energiewende durch schnellen Kohleausstieg, Umsetzung einer „100 % Erneuerbare Energien“-Strategie, Verankerung von Efficiency First, Steuer-
    förderung für Gebäudesanierungen und ambitioniertes Gebäudeenergiegesetz.
  3. Divestment und Abschaffung klimaschädlicher Subventionen bis zum Jahr 2025.
  4. Mobilitätswende mit Fokus auf effizienter Ausnutzung der Verkehrsmittel, öffentlichem Verkehr, geteilten Verkehrsmitteln, Kerosinsteuer sowie CO2-freien Antriebssystemen.
  5. Agrar- und Ernährungswende mit Maßnahmen wie der Ausdehnung einer ökologischen Landwirtschaft und Subventionen, die in Einklang mit den Klimaschutzzielen stehen.
  6. Stärkung der Kreislaufwirtschaft durch Fest- und Durchsetzung von Rücknahme-, Recycling-, Wiederverwertungsquoten.
  7. Aufbau eines Klima-Innovationsfonds für etablierte Unternehmen und Start-ups, die innovative Lösungen für die Steuerung der Klimakrise realisieren.
  8. Ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz, das eine dekarbonisierte Wirtschaft im Einklang mit dem in Paris vereinbarten 1,5°C-Ziel erreicht.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, beteiligten sich bundesweit mehrere tausend Unternehmen aktiv am globalen Klimastreik im September. Nun ist die Politik gefragt. Sie muss die richtigen Weichen stellen, damit unsere gesamte Wirtschaft enkeltauglich wird.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht dank der Unterstützung der hier aufgeführten Entrepreneurs for Future und des enorm Magazins. Weitere Unterstützer*innen der Wirtschaftsinitiative sind auf der Homepage zu finden.

Entrepreneurs for Future

sind Unternehmerinnen und Unternehmer, die heute schon Klimaschutz voranbringen bzw. sich dafür einsetzen, dass die Wirtschaft mit innovativen Produkten, Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen einen schnelleren Klimaschutz voranbringt.

Perspektiven

perspektiven ist ein Produkt unserer Content-Marketing-Redaktion – und eine der Möglichkeiten, über die wir uns finanzieren