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3 August 2018 / Lesezeit: 2 minuten

Wege aus der Obdachlosigkeit

Echte Hilfe: Weg von Klischees

Die Diakonie wollte von Sozialarbeitern und Obdachlosen wissen: Was hilft am besten aus der Obdachlosigkeit?

Geld geben? Einen Kaffee vorbeibringen? Oder warme Kleidung? Die Diakonie Deutschland hat ihre Sozialarbeiter und Obdachlose gefragt. Die sechs wichtigsten Möglichkeiten, was am besten hilft

Was mache ich, wenn es einem obdachlosen Menschen erkennbar schlecht geht?

Wenn er ansprechbar ist, nachfragen, ob und welche Hilfe notwendig ist. Man kann zum Beispiel den Kältebus informieren, der die Person in eine Notschlafstelle bringen kann. Wenn der Obdachlose nicht reagiert, sollte man ihn möglichst in stabile Seitenlage bringen und einen Krankenwagen rufen.

Wie weiß ich, was jemand benötigt?

Grundsätzlich sollte man einfach fragen, welche Hilfe gewünscht wird. Dabei anschauen – es geht um das Wie in der Kommunikation. Fragen, ob die obdachlose Person eine Spende annehmen möchte – das kann Tee, Wasser, ein Brötchen, Kleidung und auch Geld sein. Dinge nur in der Qualität spenden, in der man sie selbst annehmen würde.

Wo finde ich Schlafstellen, wenn ich Obdachlose darauf hinweisen möchte?

Es gibt Tagesstätten, Notschlafstellen oder Essensausgaben. Eine Zusammenstellung verschiedener Angebote in ganz Deutschland findet man im Infoportal der Diakonie.

Was muss ich beachten, wenn ich einer Einrichtung für Obdachlose etwas spenden möchte?

Bei Geldspenden sollte man sich über die entsprechenden Anbieter informieren, am besten persönlich. Im Gespräch können wichtige Aspekte der Arbeit zur Sprache kommen. Bei Spenden wie Lebensmitteln, Bekleidung oder Hygieneartikeln nachfragen, was gerade benötigt wird. Auch hier gilt: Dinge nur in der Qualität spenden, in der ich sie selbst annehmen würde. Man kann übrigens auch Zeit spenden. Hier ist die persönliche Motivation zu hinterfragen. Und: Man wird mit viel Not, persönlichen Schicksalen und mit fremden Verhaltensweisen konfrontiert. Kann ich nach meinem Engagement abschalten? Welche Möglichkeiten gibt es, das Erlebte zu reflektieren?

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Was sollte man auf keinen Fall tun?

Urteilen – weg vom Klischee, Obdachlose würden sich sowieso nur Drogen von der Spende kaufen. Oft entsteht Obdachlosigkeit aus einer wirtschaftlichen Notlage, verbunden mit schwierigen persönlichen Lebensumständen. Unsensible Nachfragen unterlassen!