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15 März 2021 / Lesezeit: 3 minuten

enorm Crowdfunding

Warum positive Geschichten eine Lobby brauchen

Seit 2010 haben positive Geschichten bei uns ein Zuhause. Jetzt wollen wir unsere Arbeit auf ein neues Level bringen und starten eine Crowdfundingkampagne.

Bild: Eva Leonhard

Bild: Eva Leonhard

Wir stehen vor vielen Problemen und finden in unseren Medien wenig Antworten. Dabei sind wir umgeben von Ideen und Menschen, die unsere Welt besser machen. Diese Geschichten haben seit 2010 bei enorm ein Zuhause. Jetzt wollen wir unsere Arbeit auf ein neues Level bringen. Denn in einer Welt voller Krisen und Herausforderungen brauchen wir positive Geschichten dringender denn je.

Spätestens seit der Coronakrise haben wir eines gemerkt: In schweren Zeiten brauchen wir hoffnungsvolle Narrative, positive Aussichten und gemeinsame Ziele. Denn gute Nachrichten machen uns Mut und treiben uns an, die Probleme unserer Gesellschaft gemeinsam zu lösen.

Durch weltweite gesellschaftliche Krisen werden viele Menschen aber immer pessimistischer. Klimakrise, Corona, Armut und struktureller Rassismus: Viele haben das Gefühl, dass sich die Welt zum Schlechten entwickelt. Dort, wo mangelndes Problembewusstsein lange Zeit zum Nichtstun geführt hat, sitzt jetzt eine lähmende Hoffnungslosigkeit, die das gleiche Ergebnis zur Folge hat. 

Aber wodurch entsteht dieses unausgewogene und negativ verzerrte Weltbild? Wissenschaftliche Studien zeigen, dass dies vor allem am Negativitätsbias liegt: Wir nehmen negative Gedanken und Geschichten psychisch stärker wahr als neutrale oder positive. Negative Schlagzeilen verkaufen sich daher besser und bringen mehr Klicks – darum sind unsere Medien voll von Unglücken, Misserfolgen und Problemen. Genau das verzerrt unsere Wahrnehmung und lähmt unseren Verstand.

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Es braucht also positive Geschichten, um Menschen Hoffnung zu geben und sie zu ermutigen, dass sie unsere Welt verändern können und gemeinsam an einem Strang ziehen. Das hat auch die Vergangenheit gezeigt: Viele zivilisatorische Errungenschaften haben eine positive Utopie oder Erzählung als Ursprung

Deshalb wollen wir uns in Zukunft bei enorm auf unsere gesellschaftliche Wirkung konzentrieren. Unseren Impact sehen wir darin, so viele Menschen wie möglich zu empowern und für einen positiven Wandel zu begeistern. Außerdem wollen wir sinnvollen Projekten, Ideen oder Unternehmen die Reichweite geben, die sie verdient haben. 

Unser enorm Magazin war schon immer ein Zuhause für genau solche Beiträge. Seit der Gründung 2010 steht enorm für eine lösungsorientierte, alternative Wirtschaft und Gesellschaft. Nach einigen turbulenten Jahren ist unser Magazin von Hamburg in die Hauptstadt gezogen, hat ein kostenloses Online-Magazin und diverse Social-Media-Kanäle bekommen, wird mittlerweile von der GoodImpact GmbH herausgegeben und von unserem neu formierten Team mit Leben gefüllt.

Nach zehn Jahren enorm Magazin haben wir uns die Frage gestellt, wie es weitergehen soll und was uns antreibt. Mit enorm möchten wir Dinge verändern und einen Beitrag zu einem positiven Wandel leisten. Wir sind überzeugt, dass wir positive Geschichten noch stärker verbreiten müssen, um damit so viele Menschen wie möglich zu erreichen. 

Auch auf enorm: Best of enorm – Wir feiern Geburtstag: Unsere besonderen Geschichten – eine Auswahl

Aus diesem Grund haben wir in den letzten Monaten ein Upgrade für unser Konzept erarbeitet, das noch stärker auf einen positiven gesellschaftlichen Impact abzielt. Da wir weiterhin daran glauben, dass positive Geschichten Zeit und Raum brauchen, um ihre volle Wirkung zu entfalten, haben wir unser gedrucktes Heft nicht eingestellt, sondern neu überarbeitet und noch stärker gemacht. 

Jedoch bringt uns das beste Konzept der Welt nichts, wenn wir unsere Zielgruppe nicht erreichen.

Dafür sammeln wir ab jetzt in unserer Crowdfundingkampagne auf Startnext Geld, um unsere Weiterentwicklung zu finanzieren.

Wir wollen dabei niemanden ausschließen. Deshalb ist der Aufbau eines solidarischen Abo-Kontingents unsere zweite große Motivation für die Crowdfundingkampagne. Jede*r, der*die sich unser Magazin ansonsten nicht leisten könnte, kann sich bei uns melden und bekommt ohne Nachweispflicht ein kostenloses Abo. 

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In Zukunft wollen wir so viele Menschen wie möglich erreichen, noch mehr recherchieren, noch mehr positive Geschichten erzählen und neue Formate entwickeln. Positive Geschichten brauchen endlich eine Lobby. Diese Lobby wollen wir sein. Dafür brauchen wir Euch.