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24 January 2019 / Lesezeit: 2 minuten

Social Impact Channel

Mit Innovation zur Inklusion

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Social Impact bietet eine Reihe von Workshops zum Thema Wirkung

Titelbild: Social Impact

Social Impact, die Agentur für soziale Innovationen, legt ein Programm für Geschäftsideen auf, die unsere Gesellschaft inklusiver machen

Frau Zöckler, Sie betreuen das Social Impact-Programm „InklusionsMacher“. Worum geht es dabei?

„Gemeinsam für eine bessere Welt von morgen“ – unter diesem Slogan fördert Social Impact Start-ups mit sozial-innovativen Geschäftsideen und entwickelt selbst innovative Projekte rund um Social Entrepreneurship, Inclusive Entrepreneurship, Gründungsfinanzierung, Bildungsinnovationen, Innovation in der Wohlfahrt und internationale Kooperationen

Theresa Zöckler: Das InklusionsMacher-Programm starten wir gemeinsam mit der Aktion Mensch im Social Impact Lab Bonn. Wir wollen innovative Start-ups unterstützen, die Inklusion in der Gesellschaft ermöglichen, und so dabei helfen, eine wirklich inklusive Gesellschaft zu schaffen. Wir glauben, dass dies durch Innovationen geschehen kann, bei denen Inklusion von Anfang an mitgedacht wird und nicht später als Add-on dazukommt.

Was unterscheidet das InklusionsMacher-Lab von „normalen“ Social Impact Labs? 

TZ: In all unseren Labs fördern wir Unternehmen, die Lösungen für gesellschaftliche Probleme anbieten. Hier in Bonn liegt der Fokus seit diesem Jahr dabei auf Inklusion. Unsere Räume sind „barrierearm“ – ich habe gelernt, dass es keine hundertprozentige Barrierefreiheit gibt. Damit sind wir der erste Coworking Space in der Region, der nahezu barrierefrei ist. Aber um bei InklusionsMacher dabei zu sein, ist Behinderung keine Voraussetzung. Es geht um die innovative Idee.

Ein schönes Beispiel hierfür ist die App Companion2go von Zacharias Wittman, die Behinderte und Nichtbehinderte zusammenbringt für gemeinsame Reisen oder Eventbesuche. Sie basiert darauf, dass Schwerbehinderte immer eine Begleitperson kostenlos oder vergünstigt mitnehmen dürfen.

Herr Wittmann, Sie haben das Konzept zur App Companion2go im Frankfurter Social Impact Lab entwickelt. Was vermissen Sie dort, das in Bonn hoffentlich selbstverständlich ist? 

Zacharias Wittmann: Das Frankfurter Lab ist nicht komplett barrierefrei. Zwar gibt es einen Aufzug, jedoch kann ich als Rollstuhlfahrer beispielsweise die Toilette nicht nutzen. Das Bonner Lab ist für Rollstuhlfahrer komplett barrierefrei.

Wie hat Ihnen die Förderung im Social Impact Lab geholfen, Companion2Go voranzubringen? 

ZW: Im Lab haben wir gelernt, wie wichtig ein gutes Netzwerk und gutes Coaching ist, um aus einer anfänglichen Idee ein Start-up zu entwickeln. Wir fühlen uns im Frankfurter Lab sehr wohl. Speziell für Companion2go wäre das InklusionsMacher-Programm sehr interessant gewesen, weil man hier von dem themenspezifischen Netzwerk und starken Partnern im Bereich Inklusion profitieren kann. Ein Partner wie Aktion Mensch kann solche Projekte sehr stark pushen, davon bin ich überzeugt. Besonders wertvoll ist hier auch der Zugang zur Zielgruppe, der durch den Schwerpunkt Inklusion entstehen kann. So kann man schon sehr früh testen, ob das Produkt wirklich gefragt ist, ob wir es tatsächlich für die Zielgruppe entwickeln und hoffentlich nicht an ihr vorbei.

Social Impact Channel

Dieser Artikel wurde im Auftrag von Social Impact erstellt. Gesponserte Beiträge sind eine der Möglichkeiten, mit denen wir uns finanzieren (mehr dazu hier). Alle Beiträge von Social Impact finden sich hier

Frau Zöckler, Sie kennen ja einige Social Impact Labs. Worauf sind Sie besonders gespannt bei InklusionsMacher? 

TZ: Wir müssen das inklusive Konzept anders planen als sonst. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 16. Februar, wir wissen noch nicht, ob und welche Art Behinderungen die Teilnehmenden haben werden. Deshalb machen wir Ende Januar einen Testworkshop mit blinden und gehörlosen Menschen, um auszuprobieren, ob unsere agilen Methoden, die oft sehr visuell sind, auch mit ihnen funktionieren oder wie wir sie anpassen müssen. Ich bin sehr gespannt darauf, wie unsere Expertinnen und Experten, die sich mit dieser Problematik auseinandergesetzt haben, arbeiten werden.