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9 September 2020 / Lesezeit: 2 minuten

Glossar

Diskriminierungsfreie Sprache

Diskriminierung zeigt sich oft unbewusst in unserem Handeln, besonders häufig aber in unserer Sprache. Die Sensibilisierung für Sprache ist deshalb wichtig für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft.

 

Bild: imago images / Ikon Images

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Enorm setzt sich für eine nachhaltige und gerechte Gesellschaft ein: Wir sind überzeugt davon, dass auch eine diskriminierungsfreie Sprache entscheidend ist, um dieses Ideal zu erreichen. In diesem Glossar erklären wir einige der Begriffe, die wir in unseren Artikeln verwenden, um Menschen in ihrer ganzen Vielfalt zu empowern. Das Glossar wird fortlaufend ergänzt.

Schwarz/weiß
„Schwarz“ wird in allen Texten großgeschrieben, um zu verdeutlichen, dass es sich dabei weder um die Hautfarbe noch um biologische Eigenschaften handelt, sondern um eine politisch gewählte Selbstbezeichnung von Menschen, die durch Rassismus-Erfahrungen verbunden sind. Die Kleinschreibung von „weiß“ wiederum soll hervorheben, dass es sich dabei um eine Konstruktion und um Privilegien handelt, nicht um eine tatsächliche Hautfarbe. Manche Autor*innen schreiben auch beide Begriffe kursiv, um diese Konstruktion noch deutlicher hervorzuheben. Welche Schreibweise sie wählen, entscheiden die Autor*innen selbst.

PoC

Abkürzung für People of Color/Color. Der Begriff bezeichnet Personen, die Rassismus erfahren, da sie nicht als weiß gelesen werden.

Colourism/Colorism
Die Bevorzugung einer Person aufgrund einer helleren Hautfarbe gegenüber einer Person dunklerer Hautfarbe beziehungsweise die Diskriminierung der Person mit dunklerer Hautfarbe. Colourism oder auch Shading gibt es überall auf der Welt und kann innerhalb und zwischen jeder Ethnie oder Race vorkommen: So kann diese Diskriminierung zum Beispiel auch zwischen Schwarzen Personen vorkommen oder zwischen asiatischen Menschen. Colourism ist also nicht mit Rassismus gleichzusetzen.

Latinx
Eine gender-neutrale Bezeichnung für Menschen mit lateinamerikanischer Identität, die insbesondere in den USA verwendet wird. Das Wort wird Latin-EX ausgesprochen und ist eine Alternative zu dem geschlechterspezifischen Begriff Latino/Latina.

Menschen mit Behinderung
Die Bezeichnung „Menschen mit Behinderung“ und „behinderte Menschen“ sehen viele Menschen mit Behinderung als neutrale Beschreibung eines Merkmals. Wenn hingegen „Behinderte” alleine, also ohne einen Zusatz wie „Menschen“, gebraucht wird, entsteht das Bild einer festen Gruppe und die Personen werden auf dieses Merkmal reduziert.

Gendern
Geschlechtergerechtigkeit ist uns wichtig. Deshalb gendern wir bei enorm unsere Texte. Die genaue Umsetzung bleibt aber unseren Autor*innen und Gesprächspartner*innen in Wortlautinterviews selbst überlassen.

Das Sternchen bricht mit der Annahme, dass es lediglich zwei Geschlechter gibt, nämlich männlich und weiblich. Diese Schreibweise geht einher mit der Ablehnung von traditionellen geschlechtlichen Rollenzuschreibungen und Stereotypen sowie einer geschlechtlichen Zweiteilung.

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Weitere genderspezifische Definitionen findest du in unserer Übersicht: Feminismus und Gender von A bis Z