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22 March 2019 / Lesezeit: 3 minuten

perspektiven

Es ist das, was wir daraus machen

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Die KI-gestützte Analyse von Insekten soll zukünftig helfen, die Biodiversität zu überwachen und zu schützen – daran forscht Project Premonition im Rahmen des „AI for Earth“-Programms von Microsoft

Titelbild: Project Premonition/Microsoft

Mit Künstlicher Intelligenz könnten globale Probleme gelöst werden. Wenn wir uns ihren Chancen und Risiken stellen

Künstliche Intelligenz ist eines der wichtigsten Schlagwörter, die bei der Vorstellung, wie unsere Erde in zwanzig Jahren aussehen könnte, gebraucht werden. Von den Optimisten, die die künftige Welt mit ihren enormen Poten­zialen, selbst fahrenden Autos, smarten Häusern, individuell zugeschnittenen Alltagsbegleitern herbeisehnen genauso wie von Kritikern, die davor warnen, dass Maschinen diese Zukunft unmenschlich machen könnten.

Unter dem Motto „Erde an KI…!? – Neue Ideen für unseren Planeten“ vernetzt Microsoft Expert*innen für Künstliche Intelligenz mit Vor­denker*innen aus den Bereichen Umwelt-, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung. Das Ziel: Ein Netzwerk an Mitstreiter*innen aufzubauen, das die Lösung ökologischer Heraus­forderungen mittels KI vorantreibt.

Steuern wir – oder werden wir bald gesteuert?

Egal, wie sie aussehen wird: Wir müssen uns mit dieser Zukunft auseinandersetzen und im besten Falle die Weichen dafür so stellen, dass wir auch in hundert Jahren gut und gern auf diesem Planeten leben können. Regierungen sind dabei genauso gefragt wie Unternehmen und gesellschaftliche Akteure. Einem mulmigen Gefühl sollten wir hier ebenso wenig unhinterfragt nachgeben wie fröhlicher Sorglosigkeit.

Künstliche Intelligenz, kurz KI, sind lernende und selbstlernende Systeme, die auf der Basis des (selbst) Erlernten Entscheidungen treffen. Sie werden im Alltag eingesetzt, in Wissenschaft und Forschung, bei der Krankenpflege. Sie können Aufgaben übernehmen, die uns Menschen als stumpfsinnig erscheinen. Und der Menschheit damit einerseits sehr viel mehr Freizeit bescheren. Andererseits werden sie vor allem im Niedriglohnbereich Arbeitsplätze kosten.

KI erfordert eine gesamtgesellschaftliche Debatte

Das dank KI bald selbst fahrende Auto ist ein Paradebeispiel dafür, welche Debatten diese neue Technologie auslöst: Wenn die Verkehrs­situation es unvermeidlich macht, ent­weder einen Erwachsenen oder ein Kind zu überfahren, wie soll sich das System dann entscheiden? Welche Entscheidung wäre ethisch zu rechtfertigen? Wie würden Menschen in dieser Situation entscheiden? Wenn sie sich in Bruchteilen von Sekunden überhaupt bewusst entscheiden können? Wieso verlangen wir von Maschinen in Situationen ein ethisch einwandfreies Verhalten, das wir von Menschen vielleicht gar nicht erwarten würden?

Die rasante Weiterentwicklung von KI und ihre zahllosen Einsatzmöglichkeiten zwingt die globale Gesellschaft in einen notwendigen Diskurs, denn Unternehmen, Regierungen, die Zivil­gesellschaft wollen von dieser neuen Technologie und ihrem Potenzial profitieren. Doch angesichts der Fähigkeit von KI, große Datenmengen unglaublich schnell zu verarbeiten, stellt sich auch die Frage, wozu diese Daten genutzt werden, wer dazu Zugang hat, wie gut sie geschützt sind. Die Bundesregierung legte im vergangenen Jahr eine „Nationale Strategie für Künstliche Intelligenz – AI made in Germany“ vor; denn natürlich soll Deutschland die aktuelle Entwicklung nicht verschlafen. Sie setzte außerdem eine Datenethikkommission ein, die Antworten auf die zahlreichen ethischen und rechtlichen Fragen finden soll, die diese Entwicklung aufwirft.

Lasst uns KI für das Gemeinwohl nutzen!

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Auch viele Unternehmen stellen sich ihrer Verantwortung. So hat zum Beispiel Microsoft im Dezember vorigen Jahres einen Expertenrat initiiert, um ethische und regulatorische Themen rund um KI praxisnah und transparent zu diskutieren. Daneben hat der Konzern das Programm „Erde an KI…!?“ („AI for Earth“) ins Leben gerufen, um damit die Potenziale von KI ganz bewusst in die Hände derer zu legen, die nachhaltige Projekte in Umweltschutz, Landwirtschaft oder Klimaforschung entwickeln. Ausgewählte Forscherteams und Unternehmen fördert Microsoft, indem es ihnen unter anderem Zugang zu seinen KI-Technologien, den Austausch mit Experten und Trainings zur Verfügung stellt. 110 Projekte in 57 Ländern arbeiten bereits im „AI for Earth“-Programm mit Microsoft zusammen.

Microsoft versteht sich in diesem Prozess als Vermittler zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Mit „Erde an KI…!?“ bietet Microsoft eine Plattform, dank der Ideen, unterschiedliche Ansätze, wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Lösungen zusammengebracht werden, die alle zum Ziel haben, Umweltzerstörung und Klimawandel aufzuhalten, die natürlichen Ressourcen zu schützen. Also mit KI die Welt retten? Unbedingt!

Künstliche Intelligenz ist eben vor allem das, was wir daraus machen.

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Gesucht werden Projektideen für nachhaltige KI-Anwendungsszenarien aus Forschung, Start-ups, Unternehmen, Verbänden oder von Einzelpersonen. Ausgewählte Projekte aus den Bereichen Landwirtschaft, Biodiversität, Wasser und Klimaschutz werden über das weltweite „AI for Earth“-Programm gefördert. Mehr Informationen unter: aka.ms/erdeanki und aka.ms/aiforearth