Geiz ist nicht geil

Fünf Berliner Start Ups drehen das Konzept des konsumverherrlichenden "Black Friday" heute um. Ihre Kunden und sie selbst zahlen heute etwas drauf. Das Geld geht an wohltätige Organisationen

Text: Daniela Becker Fotos:

whitefriday.de

Am so genannten Black Friday beginnt in den USA die Weihnachtseinkaufsaison. Händler und Onlineshops locken an diesem Tag mit drastischen Rabattaktionen, um das Geschäft anzukurbeln. Fünf Berliner Start Ups drehen das Konzept des konsumverherrlichenden "Black Friday" heute um. Ihre Kunden und sie selbst zahlen heute etwas drauf, für einen guten Zweck.

Mit dem WhiteFriday möchten die teilnehmenden Unternehmen – kancha, leef, Brotliebling, Green Gurus und Photocircle – nach eigenen Bekunden ein Zeichen für einen notwendigen Gesellschaftswandel setzen. Anstatt den ewigen Effizienz-Wettkampf zu führen, mit der Absicht billigere Produkte anzubieten und mehr Konsum anzukurbeln, soll der WhiteFriday die Aufmerksamkeit auf die Wertschätzung von Qualitätsprodukten sowie die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen lenken.

Dementsprechend werden die angebotenen Produkte teurer. Das so zusätzlich eingenommene Geld geht an verschiedenen wohltätige Einrichtungen: darunter dass Orphans Startup Camp Kyrgyzstan das in Kirgistan jugendliche Waisen mit Coaching und Startfinanzierung ans Unternehmertum herangeführt. Unterstützt wird außerdem das Bunte Haus in Berlin-Hellersdorf, eine Nachbarschaftseinrichtung mit Quartierbezug. Auch der Menschenrechtsorganisation ProAsyl sowie Welcome United 03, dem ersten Verein Deutschlands dessen Mannschaft und Vereinsstruktur, ausschließlich aus Flüchtlingen besteht, kommt die Aktion zu Gute.

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