Geiz ist nicht geil

Einige Berliner Start-ups drehen das Konzept des konsumverherrlichenden „Black Friday“ heute um. Ihre Kunden und sie selbst zahlen heute etwas drauf. Das Geld geht an wohltätige Organisationen

Text: Daniela Becker Fotos:

whitefriday.de

Am so genannten Black Friday beginnt in den USA die Weihnachtseinkaufsaison. Händler und Onlineshops locken an diesem Tag mit drastischen Rabattaktionen, um das Geschäft anzukurbeln. Auch in Deutschland bewerben Unternehmen inzwischen heftig diesen Tag. Einige Berliner Start Ups drehen das Konzept des konsumverherrlichenden „Black Friday“ heute um. Ihre Kunden und sie selbst zahlen heute etwas drauf, für einen guten Zweck.

Mit dem WhiteFriday möchten die teilnehmenden Unternehmen – kancha und soulbottles – nach eigenen Bekunden ein Zeichen für einen notwendigen Gesellschaftswandel setzen. Anstatt den ewigen Effizienz-Wettkampf zu führen, mit der Absicht billigere Produkte anzubieten und mehr Konsum anzukurbeln, soll der WhiteFriday die Aufmerksamkeit auf die Wertschätzung von Qualitätsprodukten sowie die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen lenken.

Dementsprechend werden die angebotenen Produkte teurer. Dieser Preisaufschlag wird von dem jeweiligen Unternehmen gedoppelt, und die Gesamtsumme geht an verschiedenen wohltätige Einrichtungen: darunter das WASH-Projekt der Welthungerhilfe, das Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser verschafft sowie das Projekt Empower Blind People (EBP), das sich dafür einsetzt, blinden Menschen in Kirgistan ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

Übrigens: Wer gerne heute ein Weihnachtsgeschenk kaufen will: Nur zu! Das geht auch hervorragend beim lokalen Handel oder einem fairen Anbieter im Internet.

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